22.03.2013
MdB Stracke / MdL Miller

Dreispuriger Ausbau der A 7 von Memmingen Süd bis Altenstadt für den neuen Bundesverkehrswegeplan angemeldet

In der Projektliste zur Aufnahme des dreistreifigen Ausbaus der A 7 war ursprünglich nur der Streckenabschnitt von der Autobahnanschlussstelle Illertissen zum Autobahndreieck Hittistetten enthalten. Der südliche Bereich bis Memmingen ist nicht in der vom Bund erstellten „Schwachstellenanalyse“ aufgeführt, in der für die einzelnen Streckenabschnitte kapazitätsbedingte Stauwahrscheinlichkeiten ermittelt wurden.

Der Memminger Stimmkreisabgeordnete Josef Miller und der Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke haben sich deshalb bei Innenminister Joachim Herrmann für eine Aufnahme des dreistreifigen Ausbaus der A 7 zwischen der Anschlussstelle Memmingen-Süd und der Anschlussstelle Altenstadt bei Illertissen eingesetzt. In dem Antwortschreiben des Innenministers betont Herrmann die Bedeutung des Projekts. Der Vorschlag der Abgeordneten wurde von Seiten des Innenministeriums aufgegriffen und die Projektliste im Hinblick auf die lange Laufzeit des neuen Bundesverkehrswegeplanes um das Projekt ergänzt. Der Ministerrat hat dies zwischenzeitlich abgesegnet, so dass in der Anmeldeliste die entsprechende Ergänzung des Vorhabens beschlossen wurde.

Die Befürworter der Aufnahme in den Verkehrswegeplan argumentierten, dass aufgrund der starken Zunahme des Verkehrsaufkommens nach der durchgängigen Befahrbarkeit der A 7 und A 96 es am Autobahnkreuz immer wieder zu kilometerlangen Staus komme, insbesondere an den Wochenenden und in den Ferienzeiten. Dies führe dazu, dass am Autobahnkreuz der Rückstau bis in die A 96 reiche und dort bereits öfters eine Fahrspur blockiere. Selbst die Stadt Memmingen und die Umlandgemeinden werden bei Staulagen durch ein erhöhtes Verkehrsaufkommen belastet, was auch dort Verkehrsstaus nach sich ziehe. Dies überzeugte den Minister.

Grundlage für die getroffene Entscheidung waren auch die Äußerungen, die im Rahmen der durchgeführten Öffentlichkeitsbeteiligung eingegangen waren. Es bleibe abzuwarten, so Minister Herrmann in seinem Schreiben, welche Festlegung sich aus den anstehenden Bewertungen des Bundes für die Realisierung des Projektes ergeben. Diese Kosten-Nutzen-Bewertung erfolgt 2014. Erst danach können die Realisierungschancen eingeschätzt werden. Die Festschreibung des Bundesverkehrswegeplans soll 2015 erfolgen.

Bis dahin sollen unabhängig von der derzeit laufenden Bedarfsfortschreibung möglichst schnell entsprechende bauliche Maßnahmen ab dem Autobahnkreuz Memmingen in Richtung Norden Abhilfe schaffen. Miller und Stracke hatten dazu die Freigabe der Standspur mit Hilfe verkehrstechnischer Einrichtungen für Stauzeiten vorgeschlagen. Das Ministerium teilte mit, dass inzwischen entsprechende Überlegungen angestellt werden sollen. Erste Untersuchungen für mögliche Maßnahmen sollen demnächst in Auftrag gegeben werden.