07.03.2014
CSU Kaufbeuren

Mitleid mit der SPD beim Kässpatzenessen

Zu einem zünftigen Kässpatzenessen hatte die CSU am Aschermittwoch in die Gaststätte "Kamin" eingeladen. Gekommen waren rund 100 Interessierte, unter anderem auch Spitzenkandidaten der FDP.

OB Stefan Bosse stellte in einer launigen Rede dar, dass die Kreativität der SPD sich seit Jahren in der Kritik von Christusstatue und Seebühne erschöpfe. Man habe deshalb bewusst auf große Plakate gesetzt, damit die SPD auch künftig noch Aufreger habe und ihr der Stoff nicht ausgehe. Inhaltlich sei von den Sozialdemokraten sonst leider wenig zu erwarten. Und um den Genossen noch mehr "Futter für die nächsten Jahre" zu liefern, machte der OB einen humoristischen Exkurs zu den "geheimsten Projekten der Stadtspitze".

Mit Augenzwinkern stellte er dar, dass er die Stadtverwaltung beauftragt habe, einen Wechsel des Bundeslandes zu prüfen. "Im starken Bayern stehen wir mit unseren Daten halt einfach am Ende der Liste. Wenn wir in ein SPD-regiertes Bundesland wechseln gehören wir sofort zu den Top-Regionen!" Sicherheitshalber habe er dem Ministerpräsidenten bei seinem Besuch in Kaufbeuren noch nichts von seinen Plänen gesagt - "sonst ermittelt am Schluss noch der Verfassungsschutz gegen mich..." Auch werde geprüft, ob ein Anschluss an Österreich oder die Schweiz möglich sei, so könnte Kaufbeuren zu einer Steueroase inmitten von Deutschland werden.

Für das gescheiterte Füssener Projekt "Allgäuer Dorf" habe sich die Stadt nicht beworben, weil sie längst ein "Gablonzer Dorf" am Bärensee plane. Dort sei die Gablonzer Talsperre mit der Bärensee-Staumauer bereits vorhanden. Der wie das Isergebirge anmutende Spittalwald sei bestens geeignet für Bergbauden wie ein neues Riesenfassl (Gasststätte in Fassform). Und auf dem Hirschzeller Schlossberg könne man die Nickelkoppe nachempfinden. Schließlich wolle man das mit Raucherwürsten und Butterwischeln gastronomisch versorgte Gebiet über eine "Elektrische" (Straßenbahn) wie in Gablonz an der Neiße mit der Innenstadt verbinden.

Einen echten Aufreger präsentierte Bosse zum Schluss: Tatsächlich liegt der Stadt eine Investorenanfrage vor, wonach für 3,2 Milliarden Euro ein Euro-Tower-Hochhaus mit mehr als 500 Metern Höhe in Kaufbeuren entstehen könne. Über einen 16 km tiefen Vertikaltunnel versorgt sich dieses Gebäude für 30.000 Menschen über ein Tiefengeothermiekraftwerk mit elektrischer Energie und Wärme. Bosse habe diese Pläne bisher unter Verschluss gehalten, doch jetzt sei die Zeit für die Verwirklichung gekommen. "Nachdem die Freien Wähler vor kurzem - unwidersprochen vom Heimatverein - gefordert haben, im Forettle die höchsten Hochhäuser Kaufbeurens entstehen zu lassen" werde er jetzt den Investor mit Bernhard Pohl zusammenbringen. "Bei Bernhard Pohl darf es ja immer etwas mehr und größer sein, mit diesem Projekt erreicht er sein Ziel von 50.000 Einwohnern im Handumdrehen."

Den Abend beschlossen Bürgermeister Gerhard Bucher mit einer Vorstellungsrunde der Stadtratskandidaten und Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke mit einem Wahlaufruf zur Kommunalwahl.