06.09.2013
WK

MdB Stracke lädt zu Fachgespräch auf den Biofhof Lerf in Ottobeuren

Ottobeuren – „Das Allgäu wird auch in Zukunft das Milchland Nummer eins bleiben“, zeigte sich der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Dr. Gerd Müller MdB überzeugt. Bei einem gemeinsamen Fachgespräch, zu dem CSU-Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke zusammen mit Hof- und Molkereibetreiber Erich Lerf auf den Biohof Lerf in Ottobeuren eingeladen hatte, wurde sich über aktuellen landwirtschaftliche Themen ausgetauscht.

Der Einladung waren neben MdB Dr. Müller auch der Unterallgäuer Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes Gerhard Miller, Landtagsabgeordneter Josef Miller sowie Landtagskandidat Klaus Holetschek und Landtagslistenkandidat Christoph Baur sowie die Bezirkstagskandidaten Christian Schubert sowie Markt Rettenbachs Bürgermeister Alfons Weber gefolgt.

Es gebe keine andere Partei, in der die Landwirtschaft so natürlich integriert sei, wie die CSU, strich Dr. Müller heraus. „Ihr erhaltet unsere Dörfer, unsere Kultur sowie unsere Heimat. Aus diesem Grund müssen wir aber auch unsere landwirtschaftlichen Betriebe nachhaltig wertschätzen und stärken“, betonte auch Bundespolitiker Stracke. Gerade bei Bioprodukten und Lebensmitteln aus der Region sei der Verbraucher gefragt, waren sich die Anwesenden einig. „Aus Wertschätzung muss auch tatsächlich Wertschöpfung erfolgen“, so Stracke. Dies bedeute allerdings auch einen fairen Milchpreis, so Kreisobmann Miller und ergänzte: „Das Unterallgäu ist der Landkreis, der am meisten Milch macht.“

Auch der Biohof Lerf ist ein solcher Milchbetrieb. Auf rund 55 Hektar produziert die Familie Lerf unter anderem so genannte Bio-Vorzugsmilch für das Allgäuer Lebensmittelunternehmen „Feneberg“. Damit gehört der Biohof zu rund 25 Höfen in Deutschland, die „überhaupt noch Vorzugsmilch liefern“, betonte Lerf und führte aus: „Vorzugsmilch ist die ursprünglichste Form der Milch.“ Es handelt sich dabei um Rohmilch. „Sie ist die Frischmilch schlechthin. Vorzugsmilch darf nur in hierfür speziell zertifizierten landwirtschaftlichen Betrieben produziert werden“, so Lerf. Zudem sei die Vorzugsmilch reich an Omega-3 Fettsäuren. Generell müsse Milch stärker in der gesunden Ernährung vermarktet werden, hoben Stracke und Dr. Müller hervor. Immerhin sei das Allgäu eine Gesundheitsregion.

Weitere Gesprächsthemen waren die Düngeverordnung oder auch die Vermögenssteuer. „Wir brauchen keine Verschärfung der Düngeverordnung. Die derzeit angewandten Methoden in der landwirtschaftlichen Düngepraxis haben sich bewährt. Zudem sind sie ökologisch. Unsere landwirtschaftlichen Betriebe wirtschaften nachhaltig. Wir haben im Allgäu daher kein Problem bei der Gülleausbringung“, strich Stracke heraus. Der Einführung einer Vermögenssteuer erteilten Stracke und Dr. Müller eine klare Absage.