16.10.2013
WK

Gemeinsam mit MdB Stracke besucht der CSU-Generalsekretär die Berger Holding in Memmingen

Memmingen – Er war 22 Jahre alt, als er aus seinem Heimatland vertrieben wurde. „Ich hatte nichts“, erinnert sich Firmengründer und Geschäftsführer der Berger Holding, Alois Berger. Aus dem Nichts hat Berger zusammen mit seiner Ehefrau Edith ein Unternehmen aufgebaut, das nicht nur international tätig ist, sondern zu den „weltweit größten Herstellern von Präzisionsdreh- und Frästeilen gehört und ein wichtiger Partner und Zulieferer unter anderem für die Automobilindustrie ist“, strich CSU-Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke heraus. Gemeinsam mit dem Generalsekretär der CSU, Alexander Dobrindt, und der CSU Memmingen besuchte der Bundespolitiker kürzlich das Traditionsunternehmen in Memmingen. „Sie haben bei ihrer Vertreibung aus ihrer Heimat ihre Willensstärke, Kreativität und ihren Mut im Rucksack mitgebracht. Die Berger Holding steht für eine großartige Erfolgsgeschichte der vielen Menschen mit Vertriebenenhintergrund in Deutschland“, so Stracke.

In 27 Länder liefert das Unternehmen und beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter. Das Motto des Familienbetriebes, in dem fast alle Kinder mitarbeiten, „Berger bewegt – Menschen, Maschinen und Technik“ wird stets gelebt. Denn nichts sei so stetig wie der Wandel, so Alois Berger. Aus diesem Grund werde nicht nur auf interne Fort- und Weiterbildungen gesetzt, sondern auch auf Ausbildung. „Wir bilden selber aus und gehen dadurch aktiv gegen den Fachkräftemangel an“, strichen Karin Berger-Hagenmiller, Geschäftsleitung Berger Ottobeuren, und Oswald Berger, Geschäftsleitung Berger Memmingen, heraus.

„Sie bekennen sich mit ihren Unternehmen zur Region. Das beweisen sie nicht nur als Ausbildungsbetrieb, sondern auch immer wieder, wenn sie eine Maschine produzieren und sie in die Welt versenden“, strich Dobrindt heraus und führte aus: „Deutschlands Produktionsstärke sind die gewachsenen Familienbetriebe. Sie stehen für Vielfalt und Ideenreichtum.“ Aus diesem Grund müsse Deutschland aber auch weiter als Industrieland gestärkt werden, waren sich Dobrindt, Stracke und die Familie Berger einig. „Wir brauchen unseren Industriestandort Deutschland“, so Oswald Berger. Aus diesem Grund müsse nach der Wahl „das EEG reformiert werden“. „Wir müssen den Dreiklang aus einer bezahlbaren, sauberen und sicheren Stromversorgung hinbekommen“, so Dobrindt.

Eine deutliche Absage erteilte der CSU-Generalsekretär zudem der „Verdoppelung der Erbschaftssteuer wie sie andere Parteien wollen“. Dies würde nur den Standort Deutschland unnötig gefährden. „Wir sind als Staat nicht unterfinanziert und solche Steuererhöhung sind einfach nur noch Gift“, ergänzte Stracke. Besorgt zeigte sich Familie Berger beim Thema der Elektromobilität. Prinzipiell stehe die CSU zur Elektromobilität, so Dobrindt. Dennoch gelte es die Entwicklungen und Forschungen abzuwarten, ob wirklich der Elektromotor der Motor der Zukunft sei. Ein Rundgang durch den Betrieb in Memmingen rundete den Besuch des CSU-Generalsekretärs ab.

Oswald Berger (v. li.), CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt und MdB Stephan Stracke.

Oswald Berger (v. li.), CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt und MdB Stephan Stracke.

Karin Berger-Hagenmiller (v. li.) Alois Berger, Oswald Berger, CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt und MdB Stephan Stracke.

Karin Berger-Hagenmiller (v. li.) Alois Berger, Oswald Berger, CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt und MdB Stephan Stracke.