15.10.2013
WK

MdB Stracke im Gespräch mit dem Bio-Landwirt Franz Kögel in Aitrang

Aitrang – „Wir brauchen keine billigen Bioprodukte aus dem Ausland. Unsere Bio-Landwirte liefern tolle Produkte, die zudem noch regional sind“, strich CSU-Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke kürzlich bei seinem Besuch des Bio-Landwirts Franz Kögel in Aitrang heraus. Begleitet wurde der Bundespolitiker bei seinem Besuch von Bürgermeister Jürgen Schweikert sowie Thomas Kölbl, Geschäftsführer des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) Kaufbeuren-Ostallgäu.

„Bei Lebensmitteln nicht immer das günstigste Produkt einkaufen, sondern ein Bewusstsein entwickeln“, wünscht sich Kögel vom Verbraucher und Stracke ergänzt: „Man darf nicht vergessen, was Lebensmittel sind: Ein Mittel zum Leben. Wir schätzen uns daher auch selbst mit einer guten Produktqualität wert.“ Mehr Einfachheit wünscht sich BBV-Geschäftsführer Kölbl bei der Kennzeichnung der Produkte. Dies könne auch mit dem Würfel der Allgäu GmbH erfolgen. „Das Allgäu-Siegel bietet sich hierfür an. Ein blauer Würfel könne für Regionalität stehen und ein grüner Würfel für Bio-Regionalität“, so Kölbl und führt aus: „Eine solche Differenzierung wäre auch für den Verbraucher klar und einfach erkennbar.“

In eine ähnliche Richtung gehe auch das so genannte Regionalfenster des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), so Stracke. Klares Ziel des Regionalfensters sei es, laut Stracke, eine einheitliche Handhabung der Kennzeichnung „aus der Region xy“ zu schaffen. „Mit einem Blick auf die Verpackung soll es dem Verbraucher möglich sein zu erkennen, welche Herkunftsbestandteile des Produktes denn tatsächlich regional sind“, erläuterte Stracke. Aussehen könne dies folgendermaßen: Milch zu 100% aus Bayern. Verarbeitet in 87494 Rückholz. „Das Regionalfenster stellt eine zuverlässige und transparente Kennzeichnung regionaler Produkte dar. Sie ist in ihrer Aussage eindeutig und verständlich. Der Verbraucher erfährt sofort, was an dem Produkt tatsächlich regional ist“, betonte Stracke.

„Biolandwirtschaft steht für Qualität und auch für eine bestimmte Regionalität“, strich Kögel heraus. Seit fast 25 Jahren setzt der Landwirt aus Aitrang auf Bio und das „aus voller Überzeugung“. Mit 21 Jahren hat er den Hof in Aitrang von seinem Vater übernommen. „Das war für mich eine große Herausforderung.“ Kurz nach der Übernahme des Hofes „habe ich einen Laufstall für meine Kühe gebaut. Damals gehörte ich zu den ersten zehn Landwirten im Ostallgäu, die einen solchen Laufstall hatten“, erinnert sich Kögel. Seit dieser Zeit hat sich einiges in dem Familienbetrieb verändert. Ein moderner Milchroboter erleichtert die Melkarbeit. Nicht nur die tägliche Leistung der Milchkühe werde überprüft, sondern auch der Gesundheitsstatus der Kuh könne am Melkroboter abgelesen werden, so Marlene Kögel. Seit diesem Sommer gibt es eine weitere Neuheit im Laufstall der Familie: eine Vernebelungsanlage. „Diese dient zur Kühlung der Kuh“, so Kögel. Steigen die Temperaturen, dann versprüht die Anlage feinen Wassernebel, um die Temperatur der Kuh angenehm herunter zu kühlen. „Die Neutraltemperatur einer Kuh liegt zwischen null und zehn Grad. Wenn es wärmer wird, dann braucht die Kuh mehr Energie und gibt weniger Milch“, erläuterte Kölbl. Fest stand für Stracke nach seinem Besuch der Familie Kögel: „Hier wird ganz klar auf eine tolle Verbindung von Wissen, Technik und biologischer Landwirtschaft gesetzt.“

Die beiden Bio-Landwirte Marlene (v. li.), Franz Kögel, CSU-Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke und Bürgermeister Jürgen Schweikert.

Die beiden Bio-Landwirte Marlene (v. li.), Franz Kögel, CSU-Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke und Bürgermeister Jürgen Schweikert.