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224 Millionen Euro KfW-Förderung für das Allgäu. Stracke: "Dramatischer Rückgang bei Wirtschafsförderung im Unterallgäu und Stillstand bei Wohneigentum"

Allgäu. Unternehmen, Privatpersonen und die kommunale Infrastruktur aus Kaufbeuren, Memmingen, dem Ostallgäu und dem Unterallgäu haben 2023 Fördergelder der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Höhe von 224,9 Millionen Euro erhalten. Die Förderungen sind um Vergleich zum Vorjahr um 32% zurückgegangen (2022: 328,7 Mio. Euro): Dazu erklärt der Allgäuer Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke (CSU):

„Der Einbruch ist vor allem bei den Unterallgäuer Unternehmen dramatisch. Während 2022 noch 403 Unternehmen insgesamt 69,2 Millionen Euro erhielten, waren es 2023 gerade noch 51 Unternehmen, auf die sich 25,2 Millionen Euro summierten. Statt der schwierigen Wirtschaftslage entschlossen zu begegnen hat die Ampel durch die Streichung erfolgreicher Unterstützungsprogramme für Unternehmen und die Umwandlung von Zuschüssen in Kredite für zusätzliche Verunsicherung gesorgt.“

Im Privatkundenbereich ist vor allem bei Wohnraumförderung ein deutlicher Einbruch zu erkennen. In Memmingen fielen fast 60 Prozent der Fördergelder weg, in Kaufbeuren 44 Prozent.

„Nach dem Wegfall des erfolgreichen Baukindergeldes wurde von der Ampel auch der Zuschuss für den Neubau eins energieeffizienten Hauses komplett gestrichen. Die Ampel stellt immer höhere Anforderungen an Energieeffizienz und Umweltschutz, schafft es aber nicht, die Bürgerinnen und Bürger in Zeiten steigender Inflation, anziehender Bauzinsen und schwer zu kalkulierenden Baukosten angemessen zu unterstützen“, kritisiert Stracke.

Die Union habe bereits im vergangenen August konkrete Vorschläge zur Bewältigung der Baukrise vorgelegt, während die Ampel kein klares Konzept habe.

Im Februar hat die Union außerdem mit über 500 Unternehmerinnen und Unternehmern aus ganz Deutschland über die wirtschaftliche Situation diskutiert. Die Ergebnisse flossen in ein „Sofortprogramm für die deutsche Wirtschaft ein, das die Union am 20. Februar in den Deutschen Bundestag eingebracht hat. „Wenn die Ampel schon selbst keine Ideen hat, um die Herausforderungen zu lösen, dann sollte sie sich im Interesse der Bürgerinnen und Bürger zumindest ernsthaft mit den Vorschlägen der Union auseinandersetzen“, fordert Stracke.