02.08.2016
WK

Stracke und Pschierer machen sich weiterhin stark für den Drohnenführerschein in Kaufbeuren

Kaufbeuren. Unbemannte Luftfahrtsysteme, sogenannte Drohnen, bieten gerade im gewerblichen Bereich großes und interessantes Wachstumspotential. Damit bemannte und unbemannte Luftfahrtsysteme sicher nebeneinander existieren können, ist seit einiger Zeit ein Drohnenführerschein in der Diskussion. Der Entwurf der neuen luftfahrtrechtlichen Verordnungen wird aktuell überarbeitet und befindet sich in der Abstimmung, wie Bundesminister Alexander Dobrindt auf Anfrage durch den Kaufbeurer Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke in der vergangenen Woche mitteilte.

Stracke hat schon zu Beginn des Jahres 2016 Kontakt mit der DFS, der Deutschen Flugsicherung GmbH aufgenommen und führte seither umfangreiche Gespräche mit dem Vorsitzenden der DFS-Geschäftsführung Prof. Klaus-Dieter Scheurle. Ziel ist es, eine mögliche Drohnenausbildung an den Standort Kaufbeuren zu holen und somit die Konversion sinnvoll voran zu treiben. „Kaufbeuren bietet sich aufgrund seiner Lage und seines zugelassenen Landeplatzes für ein Ausbildungszentrum für Steuerer im gewerblichen Bereich an“, zeigt sich Stracke überzeugt. Seitens der DFS steht man diesem Vorschlag sehr positiv gegenüber.

Um das Eisen zu schmieden solange es heiß ist, hat sich nun auch der Bayerische Staatssekretär Franz Josef Pschierer eingeschaltet und sich gegenüber Prof. Scheurle sowie der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries, für die künftige Ausbildung in Kaufbeuren stark gemacht. „In Kaufbeuren wäre meiner Ansicht nach die notwendige Infrastruktur vorhanden, den Lehrbetrieb für die Drohnenausbildung aufzunehmen“, heißt es in Pschierers Schreiben ausdrücklich.

Stracke bedankte sich persönlich bei Pschierer für seine Initiative auch und nicht zuletzt dem Bundeswirtschaftsministerium gegenüber und holte sich für weitere Gespräche Kaufbeurens OB Stefan Bosse mit ins Boot. Gemeinsam werde man den intensiven Dialog mit der DFS sowie dem Bundesverkehrsministerium fortsetzen und sich dafür einsetzen, dass die neu zu fassende Verordnung den Rahmen für eine komplexe Vorortausbildung von Steuerern unbemannter Luftfahrtsysteme im gewerblichen Bereich eröffnet. Hier besteht nach Ansicht von Stracke weiterhin Handlungsbedarf. Zentrales Anliegen bleibt es, eine mögliche Drohnenausbildung nach Kaufbeuren zu holen. „Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt wurde durch mich über das Interesse der DFS an einer Ausbildung in Kaufbeuren informiert. Die Belange Kaufbeurens sind platziert“, erklärt Stracke.

Zugleich freut sich der Bundestagsabgeordnete, dass sein Engagement parteiübergreifend auch von seinem SPD-Bundestagskollegen Dr. Karl-Heinz Brunner aus Illertissen und vor Ort durch den Kaufbeurer Landtagsabgeordneten der Freien Wähler Bernhard Pohl aktiv unterstützt wird. Maßnahmen, die Strackes monatelange Bemühungen flankieren.

© Superbass / CC-BY-SA-4.0 (via Wikimedia Commons)

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