06.08.2013
WK

Ein top integrierter Botschafter für Deutschland - MdB Stracke heißt Christian Endres nach seinem Jahr in den USA im Allgäu wieder willkommen

Bad Grönenbach - „Ich habe noch nie sooft Würstchen mit Sauerkraut in einem Jahr gegessen wie in meinem Jahr in den USA“, berichtet Christian Endres lachend. Ein Jahr lang hat der 20-Jährige Bad Grönenbacher den „American Way of Life“ in der Kleinstadt Appleton im US-Bundesstaat Wisconsin gelebt. CSU-Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke hatte vergangenes Jahr den jungen Berufstätigen, der gerade seine Ausbildung als Drucker bei der Firma Kösel in Altusried-Krugzell beendet hatte, für das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) ausgewählt und ihm auf diese Weise die Möglichkeit geboten „Erfahrungen im Ausland zu sammeln und unsere Heimat als junger Botschafter in den USA zu repräsentieren“, so der Bundespolitiker. Dieser Tage trafen sich Endres und Stracke, um über die Erlebnisse und Erfahrungen des jungen Druckers während seines Auslandaufenthalts zu sprechen.

Von Anfang an habe Endres keine Probleme mit seinem Englisch gehabt und „zur Not hat es ja auch Hände und Füße gegeben“, so der 20-Jährige. Ein halbes Jahr hat der junge Berufstätige ein College in den USA besucht, danach für ein halbes Jahr bei einer Firma als Drucker in den USA gearbeitet. Erneut lernen und zum Unterricht zu gehen, war zwar „weniger mein Ding“, dafür habe ihm allerdings „das Arbeiten richtig gut gefallen“, so Endres. Die Kollegen seien freundlich und aufgeschlossen gewesen und hätten ihn zum Karten spielen und eben auch zum Würstchen mit Sauerkraut essen, eingeladen. Es gilt als typisch deutsches Essen in den USA. „Sie wollten mich mit diesem Gericht einfach verwöhnen und mir das Gefühl geben, dass ich hier zu Hause bin“, erläutert der Drucker. Auch bei der Abschiedsparty der Kollegen gab es viele deutsche Gerichte. „Du warst einfach top integriert. Und das macht genau einen guten Botschafter für Deutschland, das Allgäu und das PPP aus“, hebt Stracke hervor.

In seiner Freizeit durfte für Endres der Sport nicht fehlen. Denn dank der großen Portionsgrößen in den USA, hatte der junge Berufstätige Bedenken sich auf die Waage zu stellen. Nachdem er in Deutschland im Boxverein KC Memmingen aktiv ist, zog es ihn auch in Appleton in ein Boxstudio. Im „Fox Valley Grappling Club“ konnte er seiner Boxleidenschaft weiter nachgehen.

Zwar wurden die großen Feste wie Weihnachten, Ostern oder Thanksgiving bei einem der Söhne der Gasteltern im Ferienhaus am Lake Michigan gefeiert, dennoch hat Endres „seine Familie, Freunde und Berge“ vermisst. „Ich hatte eine gute Zeit in den USA, aber ich freue mich, dass ich wieder zurück in der Heimat bin. Ich bin einfach ein Heimat- und Familienmensch“, erklärt Endres während er dem Bundespolitiker Fotos von seiner Zeit in den USA am Laptop zeigt. „Es ist toll zu erfahren, was Christian alles in Appleton erfahren hat. Er ist auf eigenen Beinen gestanden. Er hat sich einen Druckbetrieb zum Arbeiten gesucht und dazu Vorstellungsgespräche in einer für ihn fremden Sprache und einem fremden Land geführt. Das prägt einen und macht einen stark“, hebt Stracke die tollen Leistungen des 20-Jährigen hervor. „Ich stelle immer wieder fest wie gut es jungen Menschen tut, ein Jahr in der Ferne Eindrücke zu sammeln. Deshalb einfach auf www.bundestag.de/ppp oder aufwww.stephan-stracke.de reinklicken und sich noch bis zum 13. September 2013 für das PPP bewerben“, wirbt Stracke für das Parlamentarische-Austauschprogramm.

Beim PPP können sich Schülerinnen und Schüler, die mindestens 15 Jahre und maximal 17 Jahre alt sind sowie junge Berufstätige, die ihre Berufsausbildung abgeschlossen haben und maximal 24 Jahre alt sind. Teilnahmeberechtigt sind auch arbeitslose Jugendliche mit abgeschlossener Berufsausbildung.

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