15.08.2013
WK

Regionalität ist Trend - Bundesministerin Aigner zu Gast bei der Feinkäserei Stich in Ruderatshofen

Ruderatshofen – Regionale Produkte sind derzeit das Trendthema. „Deutschlandweit wird mit Regionalität geworben“, unterstrich auch CSU-Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke kürzlich beim Besuch der Feinkäserei Stich in Ruderatshofen. Der Familienbetrieb produziert nicht nur regionale Käsespezialitäten wie den Allgäuer Romadur, sondern ist der einzige Betrieb im Allgäu der Frischmilch aus der Region abfüllt. Regionalität stand deshalb auch im Mittelpunkt des Besuches der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner, bei der Feinkäserei Stich. Gemeinsam mit Landtagsabgeordneten Angelika Schorer hatte Stracke die Bundesministerin ins Allgäu zu einem Fachgespräch geladen. Vor dem Fachgespräch führte Inhaber und Geschäftsführer Laurent Stich die Bundeslandwirtschaftsministerin durch den Allgäuer Traditionsbetrieb.

„Der Verbraucher will Transparenz und für seine Einkaufsentscheidung wissen, was denn wirklich 'aus der Region' bedeutet“, gab Bundesministerin Aigner gleich zu Beginn des Fachgespräches Vertretern aus dem Handel, der Landwirtschaft und der Molkereiwirtschaft zu bedenken. Zwischen der Machart eines Produktes wie beispielsweise bei „Nürnberger Bratwürsten“ und der Herkunft der Zutaten sei einfach ein Unterschied. Die Einführung des „Regionalfensters“ durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz soll den Verbrauchern genau diese Transparenz bringen. Diesen Wunsch spiegle auch eine Umfrage im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums wider. Dieser zufolge achten fast Zweitdrittel aller Verbraucherinnen und Verbraucher beim Einkauf darauf, ob die Lebensmittel aus der eignen Region stammen. Mit dem Regionalfenster soll der Verbraucher schließlich erkennen können, was an dem jeweiligen Produkt tatsächlich „regional“ ist.

Die Regionalität ist definitiv bei der Feinkäserei Stich gegeben. Denn die Frischmilch wird nicht nur in Ruderatshofen abgefüllt, sondern sie stammt auch zur Gänze von Allgäuern Kühen. Dies streiche zudem die Kennzeichnung mit dem blauen Allgäu-Logo heraus. „Es ist gerade für den Landwirt wichtig, dass möglichst viel Wertschöpfung in der Region verbleibt. Produkte aus der Region stehen hierfür. Dies bedarf allerdings auch einer Wertschätzung solcher Produkte durch die Verbraucher. Sie haben es letztlich in der Hand, ob Qualität aus der Region belohnt wird“, hob Stracke hervor. Welch große Bedeutung die Milchwirtschaft im Ostallgäu habe, zeigte Landtagsabgeordnete Schorer auf: 2272 Rinderhalter gebe es mit rund 135.000 Rindern. „Die Qualität der Milcherzeugung sowie der Milchverarbeitung im Ostallgäu ist hervorragend“, so Schorer und führt aus: „Diese tollen Leistungen werden von vielen sehr gut ausgebildeten Fachleuten erbracht.“ Daher gelte es das hohe Ausbildungsniveau zu halten und weiter auszubauen.

Neben der Regionalität wurde bei dem Fachgespräch unter anderem auch die Umsetzung der „Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013“ (GAP) angesprochen. Noch Ende dieses Monats wird die nationale Umsetzung der GAP-Eckpunkte Thema der Agrarministerkonferenz sein. „Wir sind uns absolut bewusst, dass unsere Landwirte Planungssicherheit brauchen“, so Schorer und Stracke.

MdB Stephan Stracke (v.li.) Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, CSU-Landtagsabgeordnete Angelika Schorer, Bezirksrätin Ursula Lax und Geschäftsführer der Feinkäserei Stich, Laurent Stich

MdB Stephan Stracke (v.li.) Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, CSU-Landtagsabgeordnete Angelika Schorer, Bezirksrätin Ursula Lax und Geschäftsführer der Feinkäserei Stich, Laurent Stich