14.08.2013
WK

„Eine Frage der Gerechtigkeit“ - Frauenbund Unterthingau übergibt 100 Aktionskarten dem Bundestagsabgeordneten Stracke

Kaufbeuren/ Unterthingau – „Die bessere Anerkennung von Kindererziehungszeiten in der Rente ist eine Frage der Gerechtigkeit“, strich CSU-Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke heraus. Rund 100 Postkarten übergab kürzlich eine Delegation des Katholischen Frauenbundes Unterthingau dem hiesigen Bundespolitiker in seinem Kaufbeurer Wahlkreisbüro.

Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. fordert, dass bei der Rentenberechnung Erziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder ebenfalls mit drei Entgeltpunkten berücksichtigt werden. Aus diesem Grund hat der Frauenbund die Kampagne „Hand auf´s Herz!“ ins Leben gerufen und appelliert mit einer Postkarten-Aktion an die Bundestagsabgeordneten, sich für die Gleichbehandlung aller Mütter bei der Rentenberechnung einzusetzen.

100 solcher Postkarten hatten Rosi Schmölz, 1. Vorsitzende, sowie Helene Mutzel, Elisabeth Hartmann und Marita Filser vom Katholischen Frauenbund dabei, als sie diese den Bundespolitiker persönlich übergaben. „Uns ist das Thema einfach eine persönliche Herzensangelegenheit“, strichen die Frauen heraus. „Das Thema geht uns alle an, denn jeder von uns hat eine Mutter, die er auch im Alter gut versorgt sehen möchte“, so Stracke und führt aus: „Die Anerkennung der Erziehungsleistung von Kindern muss uns gleich viel wert sein – egal, wann die Kinder geboren wurden. Die CSU wird daher diese Gerechtigkeitslücke schließen.“ „Bereits in der neuen Legislaturperiode wird es einen Rentenpunkt mehr geben. Dies haben die Unionsparteien auf Druck der CSU hin so vereinbart und im gemeinsamen Regierungsprogramm festgehalten.“ Dies bedeute, dass die Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, pro Kind etwa 330 Euro mehr an Rente im Jahr erhalten sollen.

Erst seit 1992 werden drei Jahre Erziehungszeit pro Kind bei der Rente berücksichtigt. Dies bedeutet, dass für jedes Jahr ein Entgeltpunkt angerechnet wird. Für Kinder, die vor 1992 geboren sind, wird bislang nur ein Jahr Erziehungszeit, sprich nur ein Entgeltpunkt angerechnet. „Diese Lücke wollen wir jetzt Schritt für Schritt gemeinsam schließen“, so Stracke.

Rund 100 Postkarten übergaben Vertreterinnen des Katholischen Frauenbundes Unterthingau dem MdB Stracke

Rund 100 Postkarten übergaben Vertreterinnen des Katholischen Frauenbundes Unterthingau dem MdB Stracke