13.08.2013
WK

„Pflege betrifft uns alle“ - MdB Stracke im Gespräch mit Ver.di

Kaufbeuren – Auf offene Ohren stießen kürzlich einige Mitglieder der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.di) bei CSU-Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke in seinem Wahlkreisbüro in Kaufbeuren: Jutta Aumüller, Gewerkschaftssekretärin, Paul Furtmüller, Ver.di Senioren, Manfred Heeb, stellvertretender Bezirksgeschäftsführer sowie Waltraud Ahlborn, Altenpflegerin, und ihre Tochter Barbara Ahlborn, Hauswirtschafterin, warben bei dem Bundespolitiker für die bundesweite Kampagne „Bündnis für gute Pflege“. „Wir brauchen eine gute und vor allem menschengerechte Pflege“, unterstrich Aumüller. „Pflege betrifft uns alle. Wir alle haben Eltern, die wir im Alter auch gut pflegerisch versorgt wissen wollen“, so Stracke.

Bereits in dieser Legislaturperiode habe Stracke, der Mitglied im Ausschuss für Gesundheit und Berichterstatter der CSU-Landesgruppe für den Bereich Pflege ist, gemeinsam mit den Ausschussmitgliedern für „deutliche Verbesserungen im Bereich der Pflege gesorgt.“ „Das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz sieht Leistungsverbesserungen im Volumen von rund 1 Milliarde Euro pro Jahr vor, insbesondere für demenziell erkrankte Menschen. Familienmitglieder werden bei der Pflege ihrer Angehörigen entlastet. Die Pflegeversicherung übernimmt erstmals Betreuungsleistungen und zwar zusätzlich zur Grundpflege und zur hauswirtschaftlichen Versorgung. Außerdem kann die in Anspruch genommene Leistung durch Zeitkontingente flexibler gestaltet werden“, so Stracke. Darüber hinaus sei es ein großer Erfolg gewesen, dass das Schulgeld für die Auszubildenden der Altenpflege in Bayern nun endlich abgeschafft werde.

„Die Ansätze der Politik sind gut, aber es müssen noch mehr Maßnahmen erfolgen. Denn wir haben im Bereich der Altenpflege bereits einen wahnsinnigen Fachkräftemangel“, so Aumüller. Auch hierbei habe die Bundesregierung zusammen mit den Träger- und Fachverbänden bereits erste Antworten mit der Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege gegeben. „Wir werden mit einem Mix an Maßnahmen den Pflegeberuf fördern und ausbauen“, erklärte Stracke. Heeb ergänzt: „Wir müssen in der Pflege den Menschen im Ganzen sehen. Pflege muss mehr als satt und sauber sein.“. Stracke unterstrich dies und betonte, dass der Maßstab für Pflegebedürftigkeit nicht mehr nur körperliche Einschränkungen sein dürfen, sondern der Grad der Selbstständigkeit. Dies werde zentrales Thema in der neuen Legislaturperiode sein. „Wir müssen wegkommen von der reinen Minutenpflege und sichtbare Ergebnisqualität schaffen“, so das Mitglied des Gesundheitsausschusses.

Manfred Heeb (stellvertretender Bezirksgeschäftsführer), Jutta Aumüller (Gewerkschaftssekretärin), MdB Stephan Stracke, Waltraud Ahlborn (Altenpflegerin) und ihre Tochter Barbara Ahlborn (Hauswirtschafterin) sowie Paul Furtmüller (Ver.di Senioren)

Manfred Heeb (stellvertretender Bezirksgeschäftsführer), Jutta Aumüller (Gewerkschaftssekretärin), MdB Stephan Stracke, Waltraud Ahlborn (Altenpflegerin) und ihre Tochter Barbara Ahlborn (Hauswirtschafterin) sowie Paul Furtmüller (Ver.di Senioren)