03.11.2015
WK

Geselligkeit und Gedankenaustausch: CSU-Ortsverband veranstaltet „Südtiroler Abend“

Kaufbeuren – Zu einer festen Einrichtung im Jahreskreis der Kaufbeurer CSU hat sich der „Südtiroler Abend“ entwickelt. Zu der traditionellen Veranstaltung hatte der Vorstand des Ortsvereins mit seinem Vorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke eingeladen. Beim nunmehr sechsten Treffen dieser Art im Herbst ließen es sich auch diesmal viele Mitglieder nicht entgehen, eine zünftige Brotzeit mit Südtiroler Wein in gemütlicher Runde zu genießen. Etwa 80 Teilnehmer waren der Einladung des Ortsvorsitzenden gefolgt, darunter Oberbürgermeister Stefan Bosse und Wirtschaftsstaatssekretär Franz Pschierer.

„Ich freue mich sehr, dass Sie so zahlreich erschienen sind, denn das zeigt, dass dieser Abend einen großen Zuspruch bei der Mitgliederschaft findet.“ Mit diesen Worten begrüßte Ortsvorsitzender Stracke die Gäste im Café Maxx. Es gehöre zur CSU, dass man zusammenkomme, Gespräche miteinander führe und sich einfach wohlfühle. Daraus entstehe ein identifikationsstiftendes Miteinander, das die CSU-Familie auszeichne. Er skizzierte Themen auf Bundesebene wie den im Dezember ausstehenden Arbeitsentwurf zum Bundesverkehrswegeplan. Die Vierspurigkeit der B12 ist im Allgäu das zentrale Vorhaben, stellte Stracke klar. Der Bund hat zudem ein Förderprogramm für schnelles Internet aufgestellt, das äußerst attraktiv für die Kommunen ist. Kombiniert mit dem Programm Bayerns ergebe sich nur noch ein Eigenanteil von 10 % für die Kommunen. Herausragendes Thema war jedoch die Asylsituation. „Bayern ist mit bis zu 10.000 Flüchtlingen pro Tag am stärksten betroffen. Wir brauchen daher eine schnelle Begrenzung des Zustroms“, so Stracke.

Dies sah auch Staatssekretär Franz Pschierer so. „Ich hätte mir niemals vorgestellt, dass in einem Rechtsstaat Gesetze nicht mehr angewendet werden können“, sagte der Abgeordnete und forderte wieder „geordnete Verfahren“. Er wehrte sich gegen den oftmals erhobenen Vorwurf der „Abschottung“ und stellte für den Freistaat fest: „Wir haben geschafft, was kein anderer geschafft hat.“ Er sagte weiterhin Unterstützung beim Thema „B12“ und „einem optimierten Fördersatz“ für Schulen zu. Dies gelte auch für den Fliegerhorst als Standort über die bereits zugesagte Flugsicherungsausbildung hinaus. „Die Rahmenbedingungen haben sich geändert“, so Pschierer, „und dies bietet eine zusätzliche Perspektive für Kaufbeuren.“

Kaufbeurens OB Stefan Bosse verkündete die neuesten Zahlen an Flüchtlingen für Kaufbeuren. Mit 22 Personen pro Woche an dauerhaft Unterzubringenden sei die Stadt bald am Limit. Die Nutzung von Turnhallen wolle man aber so weit wie möglich herausschieben. „Wir platzen aus allen Nähten“, so die Stadtspitze und die Verwaltung laufe auf Hochtouren. Bosse bezeichnete die CSU als „tolle Gemeinschaft“, mit der man mit den beiden Vertretern im Land und im Bund auf „gutem Weg“ sei.

Südtiroler Spezialitäten mit passendem Wein sorgten für eine lockere und entspannte Atmosphäre in stilvollem Ambiente bei musikalischer Begleitung durch Reinhold Obermayr. Neben der Pflege privater Kontakte gab es bei den CSU-Mitgliedern auch reichlich vorhandenen Diskussionsstoff aus allen politischen Ebenen.