08.12.2015
Marktoberdorf

Kindergarten an der Buchel bleibt auch weiterhin ein „Haus der kleinen Forscher“

Wie viel Wasser fällt vom Himmel, wenn es regnet und warum ist Feuer eigentlich heiß? Das sind nur einige Fragen, die sich Kinder jeden Tag stellen. Die Erzieherinnen des städtischen Kindergartens an der Buchel in Marktoberdorf suchen gemeinsam mit den Kindern Erklärungen zu diesen und anderen Phänomenen des Alltags. Dafür erhält der Kindergarten nun schon zum zweiten Mal seit 2013 das Zertifikat als „Haus der kleinen Forscher“. Die gleichnamige bundesweite Stiftung bescheinigt damit, dass die Kinder in der Kita regelmäßig und unter qualifizierter pädagogischer Anleitung auf eine Entdeckungsreise in die Welt der Mathematik, Naturwissenschaften und Technik gehen. Der Allgäuer Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke (CSU) besuchte gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell und Eva Storf vom Jugendamt Ostallgäu die Kita, um bei der Übergabe des Zertifikats dabei zu sein.

„Es ist wichtig, die Kinder schon in der Kita spielerisch zum Entdecken und zum Experimentieren zu ermutigen“, betonte Stracke. Dr. Hell pflichtete dem bei: „Auf diesem Wege wird das naturwissenschaftliche Interesse der Kinder geweckt und gefördert“. Dass dies in der Kita bestens gelingt, davon konnten sich Stracke, Hell und Storf bei einem Experiment überzeugen, dass die Kinder für sie durchführten. Dabei ging es um die Frage, warum ein Ei einmal auf der Wasseroberfläche in einem Glas schwimmt und ein anderes Mal auf den Glasboden sinkt. Durch probieren fanden alle gemeinsam heraus, dass man durch Zugabe von Salz die Dichte des Wassers so vergrößert, dass ein Ei an der Oberfläche schwimmen kann.

„Das ist Physik zum Anfassen, die Spaß und Lust auf Mehr macht. Die Erzieherinnen leisten hier wirklich tolle Arbeit“, betonte Stracke. Gerade für Mädchen sei diese frühe Förderung gut. Wer möglichst zeitig die Bereiche Mathematik, Naturwissenschaften und Technik kennenlerne, entscheide sich vielleicht später einmal für eine Ausbildung oder ein Studium in einem der sogenannten MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik), erläuterte Stracke und ergänzte: „Vielen Mädchen, aber auch Jungen, ist gar nicht bewusst, welche tollen Möglichkeiten sich in diesen Bereichen bieten. Deshalb ist es so wichtig, dass in der Kita an der Buchel den Kindern schon früh die Freude am Lernen und Forschen nahe gebracht wird“. Diese Meinung teilte auch Eva Storf. Das Landratsamt unterstütze die Kitas deshalb, indem es entsprechende Fortbildungen für Erzieherinnen anbiete. Dabei ist die Kita an der Buchel nur eine von ca. 40 Kitas im Ostallgäu, in denen geforscht und experimentiert wird.

Hintergrund:

Die gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ engagiert sich seit 2006 für eine frühkindliche Förderung in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Mit einem bundesweiten Förderprogramm werden Erzieherinnen und Erzieher in Kindergärten und Lehrkräfte in Grundschulen im Rahmen von Fortbildungsmaßnahmen unterstützt, den Entdeckergeist von Mädchen und Jungen zu fördern und sie qualifiziert beim Forschen zu begleiten.

Ein Zertifikat als „Haus der kleinen Forscher“ erhält eine Einrichtung, wenn Forschen und Entdecken ein fester Bestandteil in der Einrichtung ist und sich zwei Fach- bzw. Lehrkräfte regelmäßig fortbilden. Das Zertifikat muss alle zwei Jahre erneuert werden.

Eine Plakette hängt bereits am Eingang der Kita an der Buchel, eine zweite kommt hinzu. Eva Storf (Jugendamt Ostallgäu), Michaela Scherer (Leiterin der Kita), Stephan Stracke (Bundestagsabgeordneter) und Dr. Wolfgang Hell (1.Bürgermeister Marktoberdorf)

Eine Plakette hängt bereits am Eingang der Kita an der Buchel, eine zweite kommt hinzu. Eva Storf (Jugendamt Ostallgäu), Michaela Scherer (Leiterin der Kita), Stephan Stracke (Bundestagsabgeordneter) und Dr. Wolfgang Hell (1.Bürgermeister Marktoberdorf)