04.11.2015
BT

Kinder und Jugendliche umfassend vor Gesundheitsgefahren schützen

Das Bundeskabinett hat heute den Regierungsentwurf eines Gesetzes zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor den Gefahren des Konsums von elektronischen Zigaretten und elektronischen Shishas beschlossen. Dazu erklärt der jugendpolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Stephan Stracke MdB:

Wir schützen Kinder und Jugendliche vor den Gefahren des Nikotinkonsums und schließen mit dem Gesetzentwurf eine bestehende Regelungslücke. Elektronische Zigaretten und elektronische Shishas, bei denen eine Nikotinlösung eingeatmet wird, sind mit Gesundheitsrisiken verbunden. Aufgrund des Nikotins besteht das Risiko, dass sich eine körperliche Abhängigkeit mit den für das Rauchen klassischer Zigaretten typischen Folgeerkrankungen, wie Herz- und Kreislauferkrankungen, entwickelt. Bislang handelt es sich bei elektronischen Zigaretten und elektronischen Shishas, bei denen nikotinhaltige Flüssigkeiten verdampfen, nicht um „Tabakwaren“ im Sinne des Jugendschutzgesetzes, so dass die für klassische Tabakwaren strikten Konsumverbote für Kinder und Jugendliche bei elektronischen Zigaretten und elektronischen Shishas nicht gelten. Dies ändern wir jetzt mit dem Gesetzentwurf.

Ebenso schützen wir Kinder und Jugendliche vor nikotinfreien elektronischen Zigaretten und elektronischen Shishas. Neue Studien des Bundesinstitutes für Risikobewertung haben ergeben, dass beim Verdampfen der nikotinfreien Flüssigkeiten krebserregende Stoffe sowie Partikel entstehen, die eine chronische Schädigung verursachen. Diese wirkt sich besonders in der Wachstumsphase aus und beeinträchtigt bei Kindern die Lungenentwicklung.

Im parlamentarischen Verfahren werden wir uns als CSU-Landesgruppe zudem dafür stark machen, dass Kinder und Jugendliche auch im Hinblick auf den Konsum von nikotinfreien Erzeugnissen mittels herkömmlicher Shishas geschützt werden. Dieser Konsum ist mit vergleichbaren Gesundheitsgefahren wie beim Konsum mittels elektronischer Shishas verbunden, so dass konsequenter Weise auch der Konsum mittels herkömmlicher Shishas für Kinder und Jugendliche zu untersagen ist.

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