11.02.2013
WK

„Es geht uns um die Gerechtigkeit“ Marktoberdorfer Frauenbund überreicht MdB Stracke 100 Briefe zur „Zukunftsfähigen Alterssicherung von Frauen“

Marktoberdorf – Rund 100 unterzeichnete Briefe übergaben kürzlich die 1. Vorsitzende des Frauenbundes Marktoberdorf, Gabriele Bayrhof, ihre Stellvertreterin, Käthe Herbein sowie die Kassererin Heidi Bernich dem hiesigen CSU-Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke zu dem Thema „Zukunftsfähige Alterssicherung von Frauen“.

Nicht nur der Frauenbund Marktoberdorf, sondern auch der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. fordert bei der anstehenden Rentenreform eine besondere Berücksichtigung der Mütter, die vor 1992 Kinder geboren haben. Sie werden derzeit nur mit einem Entgeldpunkt pro Kind bewertet und nicht wie jüngere Mütter mit drei Punkten. „Es geht uns um die Gerechtigkeit“, betonten die drei Vertreterinnen des Marktoberdorfer Frauenbundes. „Gerade die Generation nach dem Krieg hatte teils keine andere Wahl, sondern die Frauen mussten zu Hause bleiben“, betonte die 2. Vorsitzende Herbein. „Es gibt sehr viele arme Frauen“, ergänzte die 1. Vorsitzende Bayrhof. „Unsere jetzige Rentnergeneration ist im Allgemeinen gut versorgt. So erhalten bislang nur 2,6 Prozent Leistungen aus der Grundsicherung“, so Stracke. In der aktuellen Diskussion gehe es ihm darum, dass die Rente Spiegel der Lebensleistung ist und bleibt. „Zur Lebensleistung gehört aber auch die Familienarbeit. Viele Millionen Frauen haben Kinder groß gezogen und Angehörige gepflegt. Diese Leistung ist in der Rente zu gering bewertet, zumal der Stichtag 1992 willkürlich ist. Deshalb müssen wir hier zu Verbesserungen kommen“, hob Stracke hervor.

CSU-Bundestagsabgeordneter Stracke versprach die Briefe mit nach Berlin zu nehmen, diese zu beantworten und die Forderungen der Frauen in seine Arbeit in Berlin einfließen zu lassen. „Das Thema muss angegangen werden, aber wir müssen eine Lösung finden, die auf einem guten und festen finanziellen Fundament steht“, erklärte Stracke. Es gehöre auch zur Generationengerechtigkeit, dass wir unseren Nachkommen nicht nur einen Schuldenberg hinterlassen. Bereits heute fließen zirka 85 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt in die Rentenversicherungssysteme. Der Bundeshaushalt umfasst rund 300 Milliarden Euro.

Kassiererin Heidi Bernich (v. li.), Käthe Herbein, stellvertretende Vorsitzende, MdB Stephan Stracke und Gabriele Bayrhof, 1. Vorsitzende

Kassiererin Heidi Bernich (v. li.), Käthe Herbein, stellvertretende Vorsitzende, MdB Stephan Stracke und Gabriele Bayrhof, 1. Vorsitzende