11.02.2013
WK

„Die Gemeinschaft steht im Vordergrund“ MdB Stracke zu Gast bei den Schützen St. Ulrich in Seeg

Seeg – Als Schütze braucht man ein ruhiges Händchen. Alltagsgedanken haben am Schießstand nichts zu suchen. Da ist ein kühler Kopf gefragt. CSU-Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke schaute kürzlich beim Schützenverein St. Ulrich in Seeg vorbei und legte selbst das Luftgewehr an. „Zuletzt habe ich bei der Bundeswehr geschossen“, hob Stracke hervor, bevor er zum Schuss mit dem Luftgewehr ansetzte. Schlecht geschlagen hat sich der Bundespolitiker nicht, denn 1. Schützenmeister Josef Eberle sprach zusammen mit einigen Vorstandsmitgliedern die Einladung aus „freitags zum Schießtraining mit den Vereinsmitgliedern“ zu kommen. „Der Schießsport erfordert höchste Konzentration, gute Nerven und hat auch etwas Meditatives, jedenfalls was die Atemtechnik angeht“, lautete das überaus positive Fazit des Bundespolitikers.

 

Rund 200 Mitglieder engagieren sich im Schützenverein St. Ulrich. Neben der Begeisterung für den Schießsport teilen die Mitglieder auch die Freude an der Gemeinschaft und der Geselligkeit. Gerade der Einsatz für die Jugend ist den Mitgliedern eine wahre Herzensangelegenheit. So wurde eigens beim Bau des Vereinsheims darauf geachtet, dass die Jugend einen Rückzugsbereich zum Kartenspielen und Kickern erhält, so Kassier Franz Angerer und Schützenmeister Eberle. Auch durch das gemeinsame Sammeln von Altpapier werde „Geld für die Jugend“ erwirtschaftet, berichtet Angerer. Durch solche Aktionen konnte der Schützenverein Vereinsgewehre, Schießjacken, Schuhe und einiges mehr für die Jugend kaufen. „Niemand muss sich bei uns gleich eine eigene Ausrüstung anschaffen“, hebt 2. Kassier Albert Hipp hervor.

 

Weit über Seeg hinaus ist der Schützenverein nicht nur für sein sportliches Können, seine vollelektronische Schießanlage oder auch sein fünf Jahre altes Vereinsheim bekannt, sondern für seinen jährlich stattfindenden Viehscheid. Im September wird zu dem traditionellen Almabtrieb in die Gemeinde Seeg eingeladen. Der Schützenverein ist Veranstalter und stemmt mit seinen Mitgliedern „ein wahres Mammutprojekt“, so Stracke anerkennend. Wichtig sei den Schützen jedoch, dass der Seeger Viehscheid „nicht zu kommerziell wird, sondern traditionell bleibt“, betonen 1. Sportwart Michael Klaus, Franz und Olga Angerer.

 

„Der Schützenverein St. Ulrich fördert aktiv das Für- und Miteinander“, unterstrich Stracke, der Mitglied im Ausschuss für Gesundheit ist,  und führt aus: „Wer Sport, gleich welcher Art betreibt, lebt nicht nur gesünder, sondern bewahrt sich vor Isolation.“ Begeistert zeigte sich Stracke davon, dass der Verein bei seinem Neubau des Vereinsheims extra auf Barrierefreiheit gesetzt hat. „Das ist gelebte Integration. Niemand wird ausgeschlossen oder ausgegrenzt. Das macht für mich den Vereinsgedanken aus: Die Gemeinschaft steht im Vordergrund“, so Stracke.

Stephan Stracke und der Vorstandschaft des Schützenvereins

Stephan Stracke und der Vorstandschaft des Schützenvereins