19.05.2015
BT

Städtebauförderprogramm 'Aktive Zentren' - „360.000 Euro Finanzhilfen für Memmingen“

Aus dem Stadtzentren-Programm der Bund-Länder-Städtebauförderung erhält die Stadt Memmingen in diesem Jahr 360.000 Euro. Die Mittel werden hälftig vom Bund und vom Freistaat Bayern zur Verfügung gestellt. Dies teilten der Landtagsabgeordnete Klaus Holetschek und sein Bundestagskollege Stephan Stracke (beide CSU), in einer gemeinsamen Pressemitteilung anlässlich der jetzt bekannt gewordenen Zuteilung der Mittel an die Programmkommunen mit. „In diesem Jahr können wir im Rahmen dieses Programms 15 Städte und Gemeinden in Schwaben mit rund 3,9 Millionen Euro von Bund und Freistaat unterstützen. Zusammen mit den kommunalen Eigenanteilen stehen den Programmkommunen in Schwaben damit 6,6 Millionen Euro zur Verfügung", so die Abgeordneten.

Die Stadt Memmingen möchte im Programmjahr 2015 die städtebauliche Erneuerung der Altstadt mit planerischen und baulichen Maßnahmen fortführen. So sollen ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept für die Gesamtstadt erstellt und in diesem Zuge auch vertiefte planerische Untersuchungen einzelner Altstadtquartiere angestellt werden. Das integrierte Altstadtkonzept aus dem Jahr 2009 soll durch einen Lichtmasterplan für den gesamten Altstadtbereich ergänzt werden. Daneben wird die Stadt mit den Zuschüssen der Städtebauförderung das Fassadenprogramm weiterführen. Holetschek: „Mit diesem Instrument werden private Hauseigentümer bei der Sanierung von Fassaden und der Aufwertung von Hofbereichen unterstützt.“ Die Stadt Memmingen ist bereits seit dem Programmstart im Jahr 2008 im Stadtzentren-Programm aktiv. Seither haben Bund und Freistaat die Aufwertung des Memminger Stadtkerns mit insgesamt 3,5 Millionen Euro bezuschusst.

Bundestagsabgeordneter Stracke verweist auf das „Erfolgsmodell Städtebauförderung“ in ganz Deutschland: „Mit gutem Grund haben wir die Bundesmittel für den Städtebau deutlich aufgestockt: auf jeweils 700 Millionen Euro im letzten Jahr und auch wieder für dieses Jahr. Knapp 60 Prozent dieser Mittel fließen bayernweit nicht in die Großstädte und Ballungsräume, sondern in den ländlichen Raum. „Städte wie Memmingen profitieren von diesen Zuschüssen deutlich, wenn man bedenkt, dass jeder in die Städtebauförderung investierte Euro das Siebenfache an Investitionen der regionalen Wirtschaft auslöst. Damit unterstützen wir auch den heimischen Mittelstand und unsere schwäbischen Handwerksfirmen“, so Holetschek und Stracke.

Bayernweit stehen im Zentrenprogramm 2015 insgesamt 101 bayerischen Gemeinden Fördermittel in Höhe von rund 29,4 Millionen Euro zur Verfügung. Rund 59 Prozent dieser Mittel fließen in den ländlichen Raum. Zusammen mit den Investitionen der Kommunen ergibt sich zur Bewältigung struktureller Herausforderungen in den zentralen Stadt- und Ortsbereichen ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 49 Millionen Euro.

"Die Ziele des Programms 'Aktive Stadt- und Ortsteilzentren - Leben findet Innenstadt' orientieren sich an der Schaffung von Funktionsvielfalt und Versorgungssicherheit in den Zentren, an einem sozialen Zusammenhalt durch vielfältige Wohnformen und Infrastruktureinrichtungen, an der Aufwertung des öffentlichen Raums, der Pflege der Stadtbaukultur, der Optimierung einer stadtverträglichen Mobilität und der partnerschaftlichen Zusammenarbeit. Dabei tragen neben einer fundierten Bürgerbeteiligung integrierte städtebauliche Entwicklungskonzepte wesentlich zum Erfolg einer nachhaltigen Inwertsetzung der Zentren bei", so die beiden CSU-Politiker.