12.05.2015
BT

Rolle der Kommunen in der Pflege stärken, Versorgung pflegebedürftiger Menschen verbessern

Anlässlich der Empfehlungen der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Stärkung der Rolle der Kommunen in der Pflege erklären der gesundheits- und pflegepolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Stephan Stracke MdB, sowie der zuständige Berichterstatter, Erich Irlstorfer MdB:

„Im Koalitionsvertrag haben wir vereinbart zu klären, wie die Rolle der Kommunen in der Pflege zugunsten einer verbesserten Versorgung pflegebedürftiger Menschen weiter gestärkt werden kann. Mit den Empfehlungen der zuständigen Bund-Länder-Arbeitsgruppe liefern wir jetzt und werden die Rahmenbedingungen so gestalten, dass vor Ort effektive und effiziente Kooperations- und Koordinationsstrukturen entstehen können. Dies schließt besonders eine bessere Verzahnung der kommunalen Beratung im Rahmen der Daseinsvorsorge und die Rolle der Kommunen als Sozialleistungsträger mit den Beratungsangeboten und Aufgaben der Pflegekassen ein. Ziel ist es, so lange wie möglich den Verbleib in der vertrauten häuslichen und familiären Umgebung zu unterstützen und den pflegebedürftigen Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu gewährleisten“, sagt Stephan Stracke.

Nur im engen Zusammenwirken von Bund, Ländern, Kommunen, Pflegekassen und Pflegeeinrichtungen kann eine leistungsfähige, ortsnahe und aufeinander abgestimmte bedarfsgerechte Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen und ihrer Angehörigen erfüllt werden. Künftig sollen die Betroffenen und ihre Angehörigen eine koordinierte Anlaufstelle vor Ort rund um die Belange der Pflege und Pflegevermeidung haben. Bayern geht dabei schon heute mit gutem Beispiel voran: Landkreise oder kreisfreie Städte, die ‚Gesundheitsregionen plus‘ als regionale Netzwerke auf kommunaler Ebene bilden, werden mit bis zu 250.000 Euro unterstützt. Unterschiedlichen Stärken und Besonderheiten der einzelnen Regionen werden damit weiterentwickelt zum Wohl der Menschen in dieser Region. Nach den Empfehlungen der Arbeitsgruppe sollen mit 60 ‚Modellkommunen Pflege‘ nunmehr auch bundesweit neue Beratungsstrukturen erprobt werden unter besonderer Berücksichtigung der Wahlfreiheit der Beratung“, sagt Erich Irlstorfer.

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