01.09.2014
WK

MdB Stracke begrüßt Einführung des nationalen „Gedenktages für die Opfer von Flucht und Vertreibung“

Allgäu/ Berlin – „Das ist ein ganz großer und wichtiger Schritt gegen das Vergessen und für unser kulturelles Gedächtnis“, würdigt CSU-Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke die Entscheidung des Bundeskabinetts. Dieses hatte beschlossen, zukünftig am 20. Juni den nationalen „Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung“ zu begehen.

„Dieser Gedenktag bietet die Möglichkeit, dem unermesslichen Leid der Millionen von Deutschen, die durch Vertreibung, Zwangsumsiedlung und Deportation ihre Heimat verlassen mussten, zu gedenken sowie die Aufbauleistung der Menschen nach dem Zweiten Weltkrieg zu würdigen. Mit dem Gedenktag entspricht das Bundeskabinett einem Kernanliegen der CDU/CSU-Fraktion“, so Stracke und führt aus: „Gerade der CSU-Landesgruppe war es eine große Herzensangelegenheit, den Wunsch nach einem Gedenktag im Koalitionsvertrag festzuhalten. Nun erfolgt die Umsetzung.“

„Ich selbst habe väterlicherseits einen Vertriebenen-Hintergrund und weiß daher, dass dieser Gedenktag ein deutliches und lang ersehntes Zeichen der Verbundenheit mit dem Schicksal der Vertriebenen setzt.“ Auch fast 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gilt es die Vertreibung von fast 15 Millionen Deutschen aus ganz Mittel- und Osteuropa und dem damaligen Ostdeutschland im historischen Gedächtnis Deutschlands zu erhalten. „Dies ist zudem eine deutliche Mahnung gegen das Vergessen sowie dafür, dass wir die Vertreibung und die Gewalt gegen Menschen weltweit ächten und den Gedanken an Versöhnung und Völkerverständigung nachhaltig stärken wollen“, betont Stracke.

Der „Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung“ fällt mit dem von den Vereinten Nationen ins Leben gerufenen Weltflüchtlingstag zusammen. „Durch diese spezielle Verbindung wird zusätzlich die hohe Aktualität und die weltweite Dimension von Flucht und Vertreibung unterstrichen“, so Stracke. Weltweit befinden sich derzeit über 50 Millionen Menschen auf der Flucht vor gewalttätigen Auseinandersetzungen und Verfolgung.