30.04.2014
BT

Steigende Löhne bedeuten steigende Renten

Heute hat die Bundesregierung die Rentenwertbestimmungsverordnung 2014 beschlossen. Dazu erklärt der sozialpolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Stephan Stracke:

Die Union steht für gesunde Rentenfinanzen, einen stabilen Rentenbeitrag und für eine gerechte Teilhabe der Rentnerinnen und Rentner am Wohlstand. Zum 1. Juli 2014 steigen die Renten für mehr als 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner merklich an: In den alten Ländern um 1,67 Prozent, in den neuen Ländern um 2,53 Prozent. Die Rentenanpassung orientiert sich an der Entwicklung der Bruttolöhne. Dies beweist einmal mehr die Stärke des Rentensystems in Deutschland: Steigen die Einkommen der Beschäftigten, profitieren hiervon auch die Rentnerinnen und Rentner und nehmen damit am wirtschaftlichen Erfolg in unserem Land teil. An diesem Prinzip halten wir fest.

Und wir halten Wort: Bei Einführung der Rentengarantie im Jahr 2009 haben wir beschlossen, dass unterbliebene Rentenkürzungen in späteren Jahren mit positiven Rentenanpassungen verrechnet werden. Dieser Prozess war in den neuen Ländern 2012 abgeschlossen, in den alten Bundesländern wird der sogenannte Ausgleichsbedarf für nicht vorgenommene Rentenminderungen in diesem Jahr vollständig abgebaut. Das macht deutlich: Unser Rentensystem ist generationenrecht. Die Verrechnung des noch bestandenen Ausgleichsbedarfs in den alten Ländern ist neben der unterschiedlichen Lohnentwicklung zugleich auch der Grund für die unterschiedlich hohe Rentenanpassung in West und Ost.

Der aktuelle Rentenwert in den neuen Ländern steigt von 91,5 Prozent auf 92,2 Prozent des Wertes in den alten Ländern. Das zeigt: Mit der Rentenanpassung 2014 holt der Osten weiter auf. Der Angleichungsprozess der Renten in Ost und West kommt einen weiteren Schritt voran. Wir stehen zur Vereinbarung im Koalitionsvertrag nach einer vollständigen Angleichung der Rentenwerte.“