08.01.2020
WK

Klares Bekenntnis des Unternehmens zum Standort Ottobeuren - Stephan Stracke im Gespräch mit Firmengründer Alois Berger

Ottobeuren. Zum Gedankenaustausch traf sich der Allgäuer Bundestagsabgeordnete und arbeitsmarktpolitische Sprecher der CSU im Deutschen Bundestag, Stephan Stracke, mit Alois Berger, dem Gründer der Berger Holding, sowie Werksleiter Ferdinand Lenhart.

„Die Berger Firmengruppe ist mit derzeit mehr als 2.800 Mitarbeitern an 11 Standorten in Deutschland, Polen, USA, Kanada und China ein internationaler Arbeitgeber und ein Garant für stetiges Wachstum auch in konjunkturell schwierigen Zeiten. Sie zählt unbestritten zu den bedeutenden Leitunternehmen in unserer Region. Aus diesem Grund war es mir sehr wichtig, heute mit Ihnen über die aktuelle Dieselkrise, den Umbruch in der Automobilindustrie und die damit verbundenen Herausforderungen für Ihr Unternehmen zu sprechen“, so der Abgeordnete zum Auftakt des Gesprächs.

Berger und Lenhart führten aus, dass die Diskussion um die Zukunft des Dieselverbrennungsmotors dem Unternehmen mit Blick auf eines seiner Hauptgeschäftsbereiche, der Produktion von Zubehörteilen für den Turbolader, durchaus Sorge bereite. Der Export von Berger Produkten für die Automobilindustrie im Ausland aus dem Ottobeurer Werk sei mit 75 Prozent nach wie vor sehr hoch. Im Inland jedoch habe man heuer in diesem Bereich bereits weniger Umsatz generiert. Dennoch bleibe die Geschäftsführung zuversichtlich, dass der Dieselmotor weiter Zukunft hat. Schon seit 2008 arbeitet das Unternehmen an der Entwicklung einer neuen Dieselgeneration mit, fertigt verschiedene Bauteile für eine neue Einspritztechnik.

Im Vergleich mit der Leistung konventioneller Einspritzdüsen kann der Kraftstoff mit wesentlich höherem Druck in den Verbrennungsprozess eingespeist werden, wodurch sich weitaus weniger Rückstände ergeben.

Berger setzt für die entsprechende Teilefertigung sehr spezielle Technologien ein. Die konzipierte Technologie ist in der Anwendungsweise weltweit einzigartig, wie der Firmenchef erklärte.

Für die Produktion dieser Weltneuheit hat Berger 2019 in Ottobeuren eine neue mit modernster Technik ausgestattete Produktionshalle mit einer Fläche von knapp 3.000 Quadratmetern eröffnet. Mit rund 17 Millionen Euro ist diese Neuinvestition die höchste in der bisherigen Firmengeschichte der 1955 gegründeten Berger GmbH. „Dies ist für uns nicht nur ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland, sondern auch und vor allem zu Ottobeuren“, betonte Berger in diesem Zusammenhang. Klimafreundliches Handeln habe man bei Berger immer im Blick. So wurde für die neue Halle ein optimiertes betriebseigenes Energiekonzept installiert. Ein Blockheizkraftwerk und Photovoltaikanlagen sorgen für die Strom-, Wärme-, Kälte- und Druckluftversorgung. „Energetisch sind wir dadurch vollkommen autark“, so Lenhart beim Rundgang durch die Halle.

Ebenso wie Berger und Lenhart plädierte Stracke gerade beim Thema Antriebstechniken für Technologieoffenheit. „Die technologische Vielfalt darf nicht durch einseitige Förderung begrenzt werden. Es ist heute noch nicht klar absehbar, welche Technik sich morgen auf dem Markt durchsetzen wird. Wir können die Vorreiterrolle Deutschlands nur halten, wenn wir ein korsettfreies Denken zulassen“, resümierte der Abgeordnete.
Stephan Stracke sprach beim Rundgang mit Firmenchef Alois Berger und Ferdinand Lenhart, dem Werksleiter der Berger GmbH, über die neuen Investitionen des Unternehmens in Ottobeuren. © Abgeordnetenbüro

Stephan Stracke sprach beim Rundgang mit Firmenchef Alois Berger und Ferdinand Lenhart, dem Werksleiter der Berger GmbH, über die neuen Investitionen des Unternehmens in Ottobeuren. © Abgeordnetenbüro