25.03.2013
MdB Stracke / MdB Müller

Grünes Licht für Elektrifizierung der Bahnstrecke München-Memmingen-Lindau

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer stellte in Berlin in einem Gespräch mit dem auch für Lindau zuständigen Staatssekretär Dr. Gerd Müller und dem Kaufbeurer Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke das Konzept des Bundes zur Finanzierung der Mehrkosten für die Elektrifizierung der Bahnstrecke München-Memmingen-Lindau vor. Der Bund übernimmt danach zusätzliche Kosten in Höhe von 113,5 Millionen Euro. Darüber hinaus ist der Bund bereit, den bislang durch den Freistaat Bayern vorfinanzierten Anteil in Höhe von 55 Millionen Euro vorfristig abzulösen. Mit diesem Vorschlag übernimmt der Bund den Löwenanteil der zwischenzeitlich aufgetretenen Kostensteigerungen und entlastet den Freistaat bei diesem Vorhaben.

Bundesverkehrsminister Ramsauer macht damit von Seiten des Bundes den Weg frei für eine zügige Realisierung dieses Projekts. Bereits bei einem Gespräch am 22. Februar im Bundesverkehrsministerium mit dem Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke hatte Ramsauer deutlich gemacht, dass die Elektrifizierung nicht am Bund scheitern werde. In dem jetzigen Gespräch erklärte der Bundesverkehrsminister: "Wir halten unsere Zusagen ein und beteiligen uns darüber hinaus an den entstehenden Mehrkosten."

Die heimischen Bundestagsabgeordneten Dr. Gerd Müller und Stephan Stracke sprachen von einem Durchbruch bei der Realisierung des Projekts. Der Bund komme seiner Verantwortung nach und Bundesverkehrsminister Ramsauer habe sich hier in besonderer Weise verdient gemacht. "Für uns ist es das wichtigste schwäbische Großprojekt in den nächsten fünf Jahren", so Müller und Stracke. "Wir erwarten nunmehr von den Verantwortlichen der Deutschen Bahn AG eine fristgerechte Realisierung mit einer schnellen Lösung des Lärmschutzes und eine breite Beteiligung der Bevölkerung. Für das Allgäu handelt es sich bahnpolitisch um einen Quantensprung", so die beiden heimischen Abgeordneten.