28.08.2013
WK

„Treue Weggefährten“ - MdB Stracke absolviert Tagespraktikum im Tierheim Beckstetten

Beckstetten – „Tiere sind bedingungslose, treue Weggefährten“, berichtete CSU-Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke aus eigener Erfahrung. Viele Jahre lang hatten seine Eltern einen Dackel. „Stolze 17,5 Jahre alt ist er geworden. Ein wahrer Charakterhund, der immer für einen da war.“ Bei seinem Tagespraktikum im Tierheim Beckstetten nutzte der Bundespolitiker nicht nur die Möglichkeit, um mit dem 1. Vorsitzenden Jürgen Ochrana, Tierheimleiter Andreas Pohl und Sigrid Makulla, Mitglied des Tierschutzvereins Kaufbeuren und Umgebung e.V., ins Gespräch zu kommen, sondern auch einen Einblick in den Arbeitsalltag eines Tierpflegers zu erhalten.

Das Tierheim Beckstetten ist Auffangstation für alle Tiere aus dem Raum Mindelheim, Bad Wörishofen, Buchloe sowie Kaufbeuren und Umgebung. Dabei sei es ganz egal, ob beschlagnahmte Tiere, Fundtiere oder auch Tiere, um die sich der Halter nicht mehr ausreichend kümmern kann – „all diese Tiere finden bei uns ein neues zu Hause auf Zeit“, so Pohl. Die Vermittlungsquote liege bei 90 Prozent. Bei den zehn Prozent, die nicht vermittelt werden, sucht das Tierheim „Pflegepaten“, die den Hund, die Katze oder auch das Meerschweinchen zwar nicht für immer zu sich nehmen, aber ihm „ein Pflegezuhause bieten“ kann, erläuterte Makulla. Durchschnittlich zwei bis drei Monate dauert es bis ein Hund vermittelt ist. „Bei Katzen sind es nur ein bis zwei Monate“, weiß Pohl und Ochrana ergänzte: „Wir vermitteln grundsätzlich keine Hunde in ein uns fremdes zu Hause. Das bedeutet, dass wir immer erst bei potenziellen neuen Besitzern zu Hause vorbeischauen und uns das neue Heim ganz genau anschauen.“ Auch danach besteht noch ein guter Kontakt zu den neuen Besitzern.

Bei derzeit zirka 16 Abgabehunden, 70 Katzen und 20 Kleintieren sind die Sorgen und Nöte des Tierheims recht groß. Seit der Wirtschaftskrise sei einfach auch deutschlandweit bei den Tierheimen spürbar, dass „weniger gespendet wird“, so Pohl. Die Fixkosten für Pflege, Futter und Tierarzt sind umfangreich und Gelder fehlen dem Tierheim gerade an allen Ecken und Enden. Daher ist es dem 1. Vorsitzenden Ochrana ein großes Anliegen, „dass die Grundfinanzierung des Tierheims im Monat gesichert ist“. Dies wäre durch eine Erhöhung der Fundtierpauschalen, die jede Gemeinde und Stadt entrichten muss, denkbar. „Die Höhe der Pauschalen sind schon sehr alt. Sie stammen teils noch aus den 50er Jahren“, so Ochrana. Bundespolitiker Stracke versprach, dass er sich gemeinsam mit seinen Kollegen aus der Kommunal- und Landtagspolitik diesem Thema annehmen wird.

Bei einer anschließenden Führung durch das Tierheim krempelte der Bundespolitiker gleich die Ärmel hoch und half tatkräftig im Hundebereich des Tierheims mit. Vor allem das Bürsten mit einer speziellen Fellpflegebürste genossen einige der Hunde sichtlich. „Tiere geben einem so viel. Es verwundert nicht, dass sie auch zu Therapiezwecken eingesetzt werden“, so Stracke, der Mitglied im Ausschuss für Gesundheit ist, und führt aus: „Denn Tiere können wahre Türöffner sein.“

Nähere Informationen zum Tierheim Beckstetten, dessen Träger der Tierschutzverein Kaufbeuren und Umgebung ist, gibt es auf www.tierheim-beckstetten.de.

1. Vorsitzender Jürgen Ochrana (v. li.), CSU-Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke, Sigrid Makulla, Mitglied im Tierschutzverein Kaufbeuren und Umgebung e.V., sowie Tierheimleiter Andreas Pohl

1. Vorsitzender Jürgen Ochrana (v. li.), CSU-Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke, Sigrid Makulla, Mitglied im Tierschutzverein Kaufbeuren und Umgebung e.V., sowie Tierheimleiter Andreas Pohl

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