Persönlich

Ich bin mit Leib und Seele Allgäuer. Mit meiner Heimat bin ich seit Kindesbeinen an tief verwurzelt. Geboren wurde ich am 1. April 1974 in Marktoberdorf. Ein Stück weiter nördlich, im Kaufbeurener Stadtteil Neugablonz, bin ich aufgewachsen. Auch nach meiner Wahl in den Deutschen Bundestag verbringe ich noch immer mehr als die Hälfte meiner Zeit daheim in meinem Wahlkreis Ostallgäu. Meine familiären Wurzeln liegen allerdings woanders. Mein Vater stammt aus Radl bei Gablonz an der Neiße im Sudetenland. Meine Mutter kommt aus Penzberg in Oberbayern.

In der Familie bin ich beruflich gesehen das „schwarze Schaf“. Denn keiner in meiner Familie war zuvor politisch aktiv. Erst mein Geschichtslehrer im Gymnasium, Ralf Kaulfuß, hat mich für Politik begeistert. Dieser hatte in der Schule nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 eine Arbeitsgemeinschaft Politik gegründet. Der politische Umbruch in der DDR, das Zehn-Punkte-Programm von Helmut Kohl, die Wiedervereinigung – diese Themen haben mich zutiefst gefesselt. Vor allem wurde mir bewusst, dass Politik ein unheimlich facettenreicher und spannender Bereich ist, weil er die Lebenswirklichkeit jedes Einzelnen unmittelbar gestaltet. Daraus entstand der Wunsch, selbst politisch aktiv zu werden und unsere Zukunft mitzugestalten. Deshalb bin ich 1991 der Jungen Union Bayern beigetreten.

Mein erstes politisches Betätigungsfeld war die Kommunalpolitik – ein Politikbereich, dem ich bis heute treu geblieben bin. Seit 2002 bin ich Stadtrat in Kaufbeuren und übe diese Tätigkeit mit großer Leidenschaft und Herzensfreude aus.

In den Jahren 1993 bis 1994 leistete ich meinen Grundwehrdienst ab. Die Grundausbildung erfolgte dabei bei der Luftwaffe in Roth bei Nürnberg. Danach kam ich zur Technischen Schule der Luftwaffe 1 nach Kaufbeuren und war hier als Ordonnanz im Offiziersheim tätig.

1994 begann ich an der Universität Augsburg mein Studium der Rechtswissenschaften, das ich 1999 mit der Ersten Juristischen Staatsprüfung abschloss. Im Referendariat wurde das private Baurecht zu meinem Steckenpferd. Nach dem Zweiten Staatsexamen 2001 war ich in diesem Bereich zunächst als Rechtsanwalt und ab 2005 als Jurist in der Bayerischen Staatsbauverwaltung tätig. Im Staatlichen Bauamt München 1 war ich Leiter der Abteilung Recht. Während dieser Zeit war ich mit spannenden und abwechslungsreichen Themen befasst wie dem Bau eines Museums oder dem einer Frauenjustizvollzugsanstalt als ÖPP-Projekt. Im Jahr 2008 wechselte ich in die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern.

„Baustellen“ ganz anderer Art widme ich mich seit meiner Wahl in den Deutschen Bundestag 2009. Im Bereich der Gesundheitspolitik, ergeben sich beispielsweise ständig neue Herausforderungen. So gilt es, unser hervorragendes Gesundheitssystem immer wieder „wetterfest“ zu machen. Dem Gesundheitsausschuss gehöre ich seit 2009 an.

Zudem war ich von Januar 2012 bis August 2013 stellvertretender Vorsitzender des 2. Untersuchungsausschusses („Terrorgruppe nationalsozialistischer Untergrund“). Die rechtsextreme Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) bezichtigt sich selbst, zwischen 2000 und 2007 zehn Morde und zwei Sprengstoffattentate verübt zu haben. Die unfassbaren Verbrechen haben nach Auffliegen der Terrorgruppe die Frage aufgeworfen, wie diese 13 Jahre lang unerkannt aus dem Untergrund heraus schwerste Straftaten begehen konnte. Der Deutsche Bundestag hatte zu diesem Komplex einen Untersuchungsausschuss eingesetzt. Kern seines Auftrages war es, herauszufinden, ob es in der deutschen Sicherheitsarchitektur Fehler und Schwächen gibt, die eine frühere Entdeckung der Terrorgruppe erschwert oder gar verhindert haben. Erkannte Mängel gilt es für die Zukunft abzustellen.

Seit meiner Wiederwahl in den Deutschen Bundestag im Jahr 2013 darf ich einige zusätzliche Aufgaben übernehmen: Die Mitglieder der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag haben mich zum stellvertretenden Landesgruppenvorsitzenden und zu ihrem Sprecher für die Bereiche Arbeit und Soziales, Gesundheit, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gewählt. Darüber hinaus bin ich Beisitzer im Fraktionsvorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Ich bin seit 2013 ordentliches Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales.

Einen Ausgleich zum Polit-Betrieb suche ich in meiner – seit der Bundestagswahl deutlich knapper bemessenen – Freizeit. Ich gehe dann gerne ins Kino oder raus in die Allgäuer Natur. Im Winter fahre ich leidenschaftlich Ski, im Sommer gehe ich in die Berge. Eine andere Leidenschaft ist das Segeln auf dem schwäbischen Meer, dem Bodensee. Für mich sind die Berge und das Segeln wunderbare Möglichkeiten, einfach mal die Seele baumeln zu lassen.

Stephan Stracke auf der Seite des Deutschen Bundestages finden Sie hier.