Zeitenwende im Allgäu: Die Hintergründe der Aufrüstung in der Region

Memmingen wird Drehscheibe für militärische Fahrzeugteile. Millionen Euro fließen in den Kaufbeurer Fliegerhorst und das Abwehrsystem Arrow kommt ins Ostallgäu.

Die unsichere Weltlage ist im Allgäu immer stärker auch militärisch zu spüren. Der Fliegerhorst Kaufbeuren wird mit 100 Millionen Euro auf Vordermann gebracht. Zwei Kasernen in Sonthofen werden doch nicht geschlossen. In Friesenried im Ostallgäu wird das Radar des Raketen-Abwehrsystems Arrow stationiert. Und nun wurde bekannt, dass ein Rüstungskonzern ein Drehkreuz in Memmingen errichten lässt, über das mehrere seiner Werke mit Produkten beliefert werden.

Bundestagsabgeordneter Stracke: Technologiezentrum im militärischen Bereich
Bayern sei ohnehin Technologiezentrum mit Blick auf den militärischen Bereich, sagt der Allgäuer Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke (CSU). Und der Bund nehme viel Geld in die Hand, um die Bundeswehr besser aufzustellen. Das werde in der Region nun sichtbar. Der aktuelle Schwung werde durch staatliche Mittel ausgelöst. Langfristig sei es aber wichtig, dass Produkte auf den Markt kommen, die wettbewerbsfähig sind, die auch international nachgefragt werden.