Pfrontener Asyl für Nesselwanger Betriebe

Pfronten Für „einige vergnügliche Stunden unter nette Leit“ hat die Pfrontener CSU mit ihrem schon traditionellen Starkbierfest ins Pfarrheim eingeladen. Die Lachmuskeln der zahlreichen Besucher – darunter viel Politikprominenz – wurden dabei wieder enorm strapaziert. Hierfür sorgten die mit großem Beifall bedachten Hauptakteure. Am Beginn des nach Meinung vieler Besucher sehr kurzweiligen Abends stand der Starkbieranstich. Bürgermeisterkandidat Karl-Heinz Wagner meisterte diese Herausforderung mit Unterstützung durch Felix Widenmayer von der Engelbrauerei Rettenberg mit Bravour.

Groß war die Spannung, was der hochrangige Vertreter des Vatikans und päpstliche Gesandte, Don Carmello Corleone alias Wolfgang Goldstein, an Botschaften mitbringt, heißt es in einer Pressemitteilung. Don Carmello hatte auch in diesem Jahr keine guten Nachrichten für das Schalenggenrennen mitgebracht und meinte, dass es vielleicht an der Besetzung des Bürgermeisteramts lag, dass in den vergangenen sechs Jahren das Rennen jeweils ausgefallen ist.

Für Nesselwangs Probleme – dort sind keine Gewerbeflächen mehr vorhanden – konnte Don Carmello eine Lösung bieten: Mit neu angekauften Flächen kann Pfronten den Gewerbetreibenden Asyl gewähren und als Gegenleistung wird Nesselwang unter der Leitung von Pirmin Joas eine Schwimmbadberatungs-GmbH gründen, um eine baldmögliche Lösung der Badmisere herbeizuführen. Mit herzlichen Worten wurde auch der Bürgermeister von Füssen, Max Eichstetter, empfangen. Als „Moneten-Max“ verstehe er es gekonnt, seinen Kämmerer glücklich zu machen, indem er seine beiden Blitzersäulen auf Hochtouren laufen lässt. Auf die Frage des Vatikans, ob diese beiden Einrichtungen eine Leihgabe für Pfronten werden könnten, hatte sich bis zum späten Abend noch kein Ergebnis abgezeichnet. Mit vielen Lösungsvorschlägen wurde auch der Kammermeierkiosk bedacht.

Ob als Gartenhäusle nutzbar als Aufwertung des Lorch-Hauses in Füssen oder auch als Handelsobjekt in eBay eingestellt. Schließlich wurde aus Rom der Vorschlag gemacht, nachdem die Gemeinde ja schuldenfrei sei, dem Kiosk ein „goldenes Dachl“ zu verabreichen. Dies würde der Gemeinde eine zusätzliche touristische Werbemaßnahme bringen. Mit einem mahnenden Zeigefinger wies Don Carmello noch darauf hin, dass der Inhalt der Neujahrsbroschüre kein eigenes „Machwerk“ der Pfrontner Liste ist, sondern dass viele Projekte mit der Unterstützung des gesamten Rates umgesetzt wurden. Lichterglanz und Weihnachtsmarkt, Eislauf um den Hirsch, Sicherheit für Fußgänger am Röfleuter Weg waren weitere Kritikpunkte.

Grußworte sprachen Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke und Landtagsabgeordneter Andreas Kaufmann, die jeweils eine Bundestags- beziehungsweise Landtagsfahrt für zwei Personen verlosten.