Nach eigenen Regeln

Kaufbeuren Die Stadt Kaufbeuren hat bald eine weitere sportliche Attraktion: Denn die Fechtabteilung des TV Kaufbeuren wird heuer erstmals einen Allgäu Cup veranstalten – „weil es immer wieder neue Ideen braucht“, meint Abteilungsleiterin Susanne Schiller und erklärt: „Wir haben als Turniermodus etwas Ausgefallenes gewählt: Es werden Erwachsene – Damen und Herren – in gemischten Pools starten. Die Auswertung wird dann getrennt für Frauen und Männer erfolgen. Da sind interessante Ergebnisse zu erwarten.“

Die Fechtabteilung des TVK hat bislang vor allem das Gefro-Turnier – nach einem Sponsor benannt – und das Fünfknopfturnier für etwa 200 Fechter und Fechterinnen und deren Begleitpersonen ausgerichtet. Beide Veranstaltungen werden immer zusammen an einem Wochenende ausgetragen. „Das Fünfknopfturnier ist ein Ranglistenturnier für verschiedene Altersklassen. Im Gefro-Turnier steckt unser Herzensanliegen, allen Teilnehmern, egal welche Platzierung, einen Preis für das sportliche Engagement mitzugeben“, erklärt Schiller. Das Breitensport-Turnier sei „inzwischen Kult und schwäbische Tradition“.

Heuer soll die Doppelveranstaltung für ambitionierte und Hobbysportler im Oktober stattfinden. Voriges Jahr hatte außerdem das Kaiser-Max-Turnier für Kinder und Jugendliche Premiere: „Das ist ein neues Format in unserem Angebot. Es ist ein reines Breitensportturnier, ohne Punktestress für die Rangliste“, erläutert Schiller. Das Turnier ist heuer im April geplant – aber nicht allein: „Da wir daneben auch noch etwas für die Juniorenklasse sowie für die Erwachsenen bieten wollten, haben wir ab diesem Jahr den Allgäu-Cup geschaffen.“ Zunächst einmal sollte mit der Namensgebung „die regionale Verbundenheit der Fechtabteilung mit Stadt und der Region deutlich gemacht werden“. Daneben werden beim Allgäu Cup keine Ranglistenpunkte ausgefochten. „Deshalb können wir den Turniermodus selbst anpassen“, sagt Schiller. So werden Männer und Frauen gegeneinander in großen Runden antreten. Ein Gefecht soll eine Minute oder drei Treffer dauern. „Die kurze Gefechtszeit ist ungewöhnlich und verlangt trotz der Kürze der Zeit Geduld und wohlüberlegte Fechtaktionen. Das macht den Ablauf interessant, wobei auch die körperliche Belastung durch die große Menge an Gefechten ein nicht zu unterschätzender Faktor ist“, erläutert Schiller. Vorher findet in Kaufbeuren im März noch ein Bezirkslehrgang Degen in für die Altersklassen U13 bis U20 statt. Dafür ist Bezirksjugendwartin Fiona Illig zuständig.