Kompensation für Arrow-3-Radar

Abgeordnete fordern Transparenz und Entschädigung durch die Bundeswehr

Kaufbeuren/Landkreis – Der bevorstehende Bau und Betrieb der Radarstation für das Raketenabwehrsystem Arrow 3 bei Friesenried hält die Gemüter weiter in Atem: Die Kommentare im Netz sind gespalten. Vor Ort hat sich eine Anwohnerinitiative gegründet, die Fragen stellt und Beteiligung sowie transparente Messungen fordert. Auch örtliche Abgeordnete fordern inzwischen Schadenersatzvon der Bundeswehr. „Der Bau des Radarsensors wird für die Anwohner eine erhebliche, zeitweise Belastung werden“, erklärte der Kaufbeurer Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke (CSU) vor Kurzem in einem Schreiben an die Presse und verlangt einen „Nachteilsausgleich in geeigneter Form“.

In einem weiteren Brief an Luftwaffeninspekteur Holger Neumann fordert er die verbindliche Erklärung einer Kostenübernahme zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung von Friesenried, die durch Bau und Betrieb des Radars nicht mehr gewährleistet ist.