Junge Stimmen fordern klare Richtlinien

Buchloe - Ein Gesellschaftsjahr statt der Wehrpflicht, eine Altersbegrenzung bei sozialen Medien und das Deutschlandticket sind unter anderem Themen, mit denen sich die Jugend in Buchloe beschäftigt. Die jungen Erwachsenen diskutierten kürzlich während des jugendpolitischen Stammtischs mit dem Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke, Bürgermeister Robert Pöschl und einigen Stadträten über verschiedene Themen.

Der Jugendbeirat Buchloe hatte diesen organisiert, heißt es in einer Mitteilung des Jugendbeirats. Sowohl Pöschl als auch Stracke dankten dem Jugendbeirat für die gute Arbeit der Jugendvertreter und lobten den ins Leben gerufenen Stammtisch für politisch interessierte Jugendliche und Jugendvertreter.

Gerne sei Stracke nach Buchloe gekommen, um über die Pläne der neuen Regierung zu diskutieren – insbesondere über die Jugendarbeit. Auch wenn sich im Koalitionsvertrag kein eigener Absatz für die Jugend befände, habe die jetzige Bundesregierung alle Generationen im Blick. Ein guter Start ins Leben ist laut ihm maßgeblich. Dabei hatte er vor allem den Übergang von der Schule in das Berufsleben im Blick. So gelte es, die Berufsorientierung bestmöglich zu gestalten und die Berufsschule zur Demokratiebildung zu nutzen.

Einige Diskussionsteilnehmer könnten sich zudem durchaus ein Gesellschaftsjahr statt einer Wehrpflicht vorstellen. Dies müsse aber sinnstiftend sein, damit sich Leute dafür begeistern würden. Zudem wurde das derzeit meist unattraktive Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) in einer gemeinwohlorientierten Einrichtung angesprochen, heißt es in der Mitteilung weiter. Junge Erwachsene machen dort oft einen Vollzeitjob, der wenig anerkannt und honoriert werde, berichtete eine Betroffene.