Im Sommer Baustart für den ZOB

Von Heinz Sturm
Füssen Spätestens nach der Sommerpause, aber hoffentlich schon vorher, soll mit den Arbeiten am Zentralen Omnibusbahnhof in Füssen begonnen werden. Das teilte Bürgermeister Maximilian Eichstetter am Donnerstag bei einem Termin mit Ulrich Lange, dem parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, dem Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke und CSU-Landratskandidat Andreas Bauer mit. Weitere Themen waren der Schienenverkehr sowie die Abfahrtsverbote bei Stau auf der A7.

Eine große, graue Fläche, die mit Schlaglöchern übersät ist und bei Regen einer Seenlandschaft ähnelt: Generationen von Füssenern kennen dieses Elend vor dem Bahnhof nichts anders. Nach gut 35 oder gar 40 Jahren will die Stadt jetzt den neuen ZOB errichten. In diesem Jahr soll der erste Bauabschnitt angepackt werden. Aktuell warte man noch auf den Förderbescheid, dann sollen die Arbeiten schnell ausgeschrieben werden, sagte Bürgermeister Eichstetter. Spätestens nach der Sommerpause soll es losgehen. Dieser Termin sei von den Füssenern seit Jahrzehnten herbeigesehnt worden, sagte Eichstetter. Um den ÖPNV zu stärken, seien auch Kommunen in Sachen Infrastruktur gefordert.

Staatssekretär Lange begrüßte dieses Schnittstellenprojekt zwischen Schiene und Bus-gebundenem ÖPNV. Der Bund habe durch die Aufstockung der Mittel für das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) die Finanzierungsmöglichkeiten für solche Projekte deutliche „verbessert“: Standen 2020 dafür 665 Millionen Euro zur Verfügung, sind es heuer bereits gut 2,2 Milliarden – davon fließen 400 Millionen Euro nach Bayern (weiterer Bericht folgt).