Derblecken „light“ beim Salvatoranstich im Hotel Helmer in Schwangau

Mit einem einzigen Schlegelschlag zapfte Schwangaus Bürgermeister Stefan Rinke am Aschermittwoch beim Salvatoranstich im Hotel Helmer das Starkbier an. Zur 42. Auftaktveranstaltung der Fastenzeit war wieder zahlreiche Politprominenz ins Kellergewölbe des „Schneiderhanser“ gekommen.

Schwangau – Neben dieser begrüßte Gastgeber und Hausherr Martin Helmer in diesem Jahr „zum ersten Mal“ Prinz Luitpold und Prinzessin Beatrix von Bayern zu der seit 1983 „schönen Tradition“ im Hotel. Kurz darauf ließ der Schwangauer Rathauschef Rinke unter dem kräftigen Applaus der Anwesenden das erste Bier aus einem 55 Liter großen Eichenholzfass fließen. Dieses durften sich zu den Klängen der „Brotzeitmusi“ zusammen mit Rinke mehrere „Honoratioren“ schmecken lassen, bevor auch das „gewöhnliche“ Volk sein erstes Glas Salvator serviert bekam.

Nach dem ersten Schluck des dunkelbraunen Gerstensafts aus dem Fass der Münchner Brauerei „Paulaner“ bekam ein Teil der anwesenden Gäste – wie man es bei der von der Wirtsfamilie Helmer organisierten Veranstaltung gewohnt ist – von Walter Sirch sein Fett ab. Das Derblecken des launigen Fastenpredigers aus Stötten verlief im Vergleich zu früheren Jahren allerdings erheblich schonender. Schon in seinen ersten Worten deutete Sirch an, dass er sich vor allem den Schwangauer Bürgermeister sowie seinen Füssener Kollegen Maximilian Eichstetter nicht allzu streng vorknöpfen würde. Immerhin sei Rinke in Schwangau doch schon „mit 300 Prozent“ wieder für das Amt des Gemeindeoberhaupts gewählt worden, erklärte Sirch in Bezug auf die bald bevorstehende Kommunalwahl.