Businessjets als Störflugzeuge?
Lechfeld Der Nato-Flugplatz Lechfeld soll wachsen. Die Luftwaffe will ab Herbst auf dem Flugplatz Lechfeld junge Soldaten und Soldatinnen ausbilden. Das Areal könnte auch wieder ein dauerhafter Standort für Flugzeuge werden und so eine neue strategische Bedeutung erhalten. Beim Runden Tisch mit Vertretern der Bundeswehr und Gemeinden wurde bekannt, dass Störflugzeuge im Gespräch sind. Die militärischen Spezialmaschinen sollen gegnerische Radare, Kommunikationsnetzwerke und Waffensysteme elektronisch stören. Radarstellungen sollen geblendet und Kommunikationen unterbrochen werden - auch auf die Distanz.
Nach Informationen, die der Redaktion vorliegen, soll es sich um zivile Flugzeuge handeln, die für militärische Zwecke umgerüstet werden. In der Auswahl soll der Flugzeugtyp Bombardier Global 8000 sein - eines der schnellsten zivilen Flugzeuge der Welt. Die Flugzeuge sollen so umgerüstet werden, dass sie aus der Luft feindliche Radare, Funkverbindungen und andere elektronische Systeme stören oder täuschen können - der Fachbegriff dafür lautet „Stand-Off Jammer“. „Die Entscheidung ist ziemlich zeitnah“, sagte der Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74, Jürgen Schönhöfer. Die Bundeswehr hat Flugzeuge bestellt und die müssten auf die bestehenden Flugplätze verteilt werden. „In Neuburg geht nicht viel mehr“, sagte Schönhöfer. Er hofft, dass die Entscheidung noch dieses Jahr fällt. Das sei wichtig, um Infrastrukturprojekte zielgerichtet abzustimmen – schließlich nutzt das Neuburger Geschwader das Lechfeld als Ausweichflugplatz. Das nächste Gastspiel steht in wenigen Wochen bevor: Die so genannte Alarmrotte, die das Geschwader stellt, wird ab Juli für vier Wochen von Neuburg aufs Lechfeld verlegt. Neben täglichen Übungsflügen – nicht ab Freitagnachmittag und an Wochenenden – steigen die Eurofighter im Ernstfall auf. Sie sind so etwas wie die Luftpolizei für den süddeutschen Raum.
Der Bundeswahlkreisabgeordnete Stephan Stracke (CSU) hatte beim Inspekteur der Luftwaffe für das Thema Störflugzeuge geworben. Das Lechfeld sei ein Standort im Wartestand. Er habe alle Kapazitäten und Potenzial. Und dort befinde sich das Zentrum Elektronischer Kampf Fliegende Waffensysteme der Luftwaffe. Hauptaufgabe der Spezialisten ist es, elektronische Selbstschutzanlagen für Flugzeuge zu optimieren und zu sichern. Das Zentrum sei ein „Nukleus“, so Stracke – in der Physik ist das der kleine, positiv geladene Kern. Der Verbund mit den Störflugzeugen sei naheliegend. Das habe er gegenüber dem Inspekteur deutlich gemacht – „wenn ein Standort im Süden gesucht wird, dann ist das Lechfeld am geeignetsten“.
Nach Informationen, die der Redaktion vorliegen, soll es sich um zivile Flugzeuge handeln, die für militärische Zwecke umgerüstet werden. In der Auswahl soll der Flugzeugtyp Bombardier Global 8000 sein - eines der schnellsten zivilen Flugzeuge der Welt. Die Flugzeuge sollen so umgerüstet werden, dass sie aus der Luft feindliche Radare, Funkverbindungen und andere elektronische Systeme stören oder täuschen können - der Fachbegriff dafür lautet „Stand-Off Jammer“. „Die Entscheidung ist ziemlich zeitnah“, sagte der Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74, Jürgen Schönhöfer. Die Bundeswehr hat Flugzeuge bestellt und die müssten auf die bestehenden Flugplätze verteilt werden. „In Neuburg geht nicht viel mehr“, sagte Schönhöfer. Er hofft, dass die Entscheidung noch dieses Jahr fällt. Das sei wichtig, um Infrastrukturprojekte zielgerichtet abzustimmen – schließlich nutzt das Neuburger Geschwader das Lechfeld als Ausweichflugplatz. Das nächste Gastspiel steht in wenigen Wochen bevor: Die so genannte Alarmrotte, die das Geschwader stellt, wird ab Juli für vier Wochen von Neuburg aufs Lechfeld verlegt. Neben täglichen Übungsflügen – nicht ab Freitagnachmittag und an Wochenenden – steigen die Eurofighter im Ernstfall auf. Sie sind so etwas wie die Luftpolizei für den süddeutschen Raum.
Der Bundeswahlkreisabgeordnete Stephan Stracke (CSU) hatte beim Inspekteur der Luftwaffe für das Thema Störflugzeuge geworben. Das Lechfeld sei ein Standort im Wartestand. Er habe alle Kapazitäten und Potenzial. Und dort befinde sich das Zentrum Elektronischer Kampf Fliegende Waffensysteme der Luftwaffe. Hauptaufgabe der Spezialisten ist es, elektronische Selbstschutzanlagen für Flugzeuge zu optimieren und zu sichern. Das Zentrum sei ein „Nukleus“, so Stracke – in der Physik ist das der kleine, positiv geladene Kern. Der Verbund mit den Störflugzeugen sei naheliegend. Das habe er gegenüber dem Inspekteur deutlich gemacht – „wenn ein Standort im Süden gesucht wird, dann ist das Lechfeld am geeignetsten“.