Barrierefrei ab Gleis 3

Marktoberdorf - Nun ist es amtlich: Marktoberdorf hat einen barrierefreien Bahnhof samt 170 Metern modernisierter Bahnsteige, einer Fußgängerunterführung und funktionierenden Aufzügen. Mit einiger Prominenz aus den Rängen der Verkehrspolitik und der Deutschen Bahn sowie mit dem Segen der Marktoberdorfer Pfarrer wurde die Modernisierung gefeiert. Gleichzeitig ist seit Mitte Dezember auch der nagelneue Haltepunkt Marktoberdorf-Nord in Betrieb.

Grund genug also für Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Dr. Thomas Gruber, Amtschef im Bayerischen Verkehrsministerium, sowie für Bayerns DB-Konzernbevollmächtigten Heiko Büttner gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell auf die insgesamt 16,7 Millionen Euro teure Investition anzustoßen.

Zur Feierstunde wurde dem barrierefreien Bahnhof dann auch von allen Seiten viel Lob zuteil: Von einem „Meilenstein für nachhaltige und inklusive Mobilität“ sprach Hausherr Heiko Büttner von der Deutschen Bahn. „Mobilitätsdrehscheibe“ nannte Ulrich Lange vom Bundesverkehrsministerium die ausgebaute Bahnstation, sie sei „wichtig für die Menschen, für Wirtschaft und Tourismus“. Und Dr. Thomas Gruber lobte das gute Zusammenspiel von Bund, Freistaat, Deutscher Bahn und der Stadt, die den Tunnel für die Fußgänger finanziert hat. „Mit vier Bahnhalten auf dem Stadtgebiet könnte man nun fast von einem Hauptbahnhof sprechen“, sagte Bürgermeister Hell mit einem Augenzwinkern.

Im April 2024 hatten die Umbaumaßnahmen am Bahnhof Marktoberdorf begonnen. Seitdem wurden die bestehenden Bahnsteige zurückgebaut und durch zwei barrierefreie Außenbahnsteige an Gleis 1 und Gleis 3 ersetzt. Die neue Unterführung mit ihren Aufzügen verbindet nun nicht nur die beiden Bahnsteige, sondern auch auf kurzem Weg die Stadtmitte mit der Johann-Georg-Fendt-Straße.