„Abschied wird schwerfallen“

Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) tritt bei der Wahl 2026 nicht mehr an. Das sorgt bei politischen Freunden und Gegnern teils für große Überraschung. Wie steht es um die Nachfolge? 

Marktoberdorf/Ostallgäu. Die Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) tritt bei der kommenden Kommunalwahl nach zwei Amtsperioden nicht mehr an. Diese Nachricht sorgte am Freitag bei politischen Freunden und Gegnern teils für große Überraschung - aber angesichts der schweren Erkrankung ihres Ehemannes durchwegs auch für Verständnis.

„Diese Entscheidung verdient unsere volle Anerkennung“, schreibt Lars Leveringhaus, CSU-Kreisvorsitzender in einer Pressemitteilung. Mit „großem Respekt und auch Wehmut“ habe der Kreisvorstand von der Entscheidung erfahren, die die Partei keineswegs unvorbereitet traf. Der Abschied im kommenden Jahr werde mit Sicherheit schwerfallen, sagt Leveringhaus. Zinnecker habe viele nachhaltige Impulse gesetzt - sei es in der Wirtschaft, im sozialen Bereich, in der Bildung oder im Umwelt- und Klimaschutz. CSU-Landtagsabgeordneter Andreas Kaufmann betont, Zinnecker habe den Landkreis zielsicher durch stürmische Zeiten manövriert. „Die Herausforderungen durch die Flüchtlingskrise, den Krieg gegen die Ukraine und die Corona-Pandemie waren groß“, sagt Kaufmann. Er bedauert den Rückzug, sagt aber, dass er nicht ganz überraschend kam. Die CSU will in jedem Fall eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger stellen. Wer das genau ist, steht noch nicht fest. Wie bereits berichtet, will die Partei bis August einen geeigneten Kandidaten oder eine geeignete Kandidatin finden.