Abgeordneter will Situation in der Pflege verbessern

Ostallgäu - Anlässlich eines EU-Projekttags hat der Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke (CSU) die Berufsfachschule für Pflege Kaufbeuren besucht. Die Einrichtung der Kliniken Ostallgäu bildet aktuell rund 175 junge Menschen aus. Der Politiker tauschte sich mit Auszubildenden über europäische Fragen, Bundespolitik und globale Herausforderungen aus.

Ein Schwerpunkt lag auf der Zukunft der Pflege. Wie lässt sich der Beruf attraktiver gestalten? Besonders positiv wurde die Entwicklung am Klinikum Kaufbeuren herausgestellt: Schon sehr lange nicht mehr hatte die Schule so viele Bewerbungen für die Ausbildung im Pflegebereich wie heuer. Stracke sieht dies als Zeichen für die Attraktivität des Berufs und der Ausbildung in Kaufbeuren. Besonders in der Altenpflege, so beklagten die Auszubildenden, fehle es oft an der Zeit, sich den Menschen wirklich zu widmen.

Der Hauptgrund: ein ausufernder Dokumentationsaufwand, der Pflegerinnen und Pfleger an den Schreibtisch statt ans Bett zwingt. Was als Qualitätssicherung gedacht ist, entpuppt sich vielfach als Belastung und dies geht zulasten der persönlichen Zuwendung. Stracke betonte, dass in den vergangenen Jahren wichtige Weichen für die Attraktivität des Pflegeberufes gestellt wurden. So zählt die Pflegeausbildung heute zu den am besten vergüteten Ausbildungszweigen in Deutschland. Nun gehe es darum, den Arbeitsalltag spürbar zu verbessern. „Wir müssen die Pflege wieder zu dem machen, was sie sein soll: eine Arbeit am Menschen für den Menschen“, sagte Stracke. (pm)