15 Jahre nach dem geplanten Aus bekommt der Kaufbeurer Fliegerhorst neue Bedeutung.
Es war ein Schock, als 2011 die Entscheidung über den Bundeswehr-Abzug in Kaufbeuren bekannt wurde. Lokalpolitiker rotierten. In den Familien der Bediensteten, denen das Allgäu längst zum Lebensmittelpunkt geworden war, flossen Tränen. Ex-Soldaten tauschten in Internetforen Erinnerungen aus und trauerten ihrer Garnisonsstadt „Kaufi“ nach. Zu früh, wie sich zeigte. Nach Jahren der Unsicherheit und des politischen Ringens sorgte 2019 die Nachricht, dass der Luftwaffen-Standort fortbesteht, für Aufatmen. Seitdem haben sich auch die weltpolitische Lage und die deutsche Verteidigungspolitik komplett gedreht. Für den Fliegerhorst bedeutet das neuen Schub.