Stracke im Weltladen Marktoberdorf: Fairer Handel beginnt vor Ort
Marktoberdorf/Berlin - Was bedeutet Fairer Handel konkret
und wie gelingt es, dafür über Generationen hinweg Bewusstsein zu schaffen?
Darüber hat sich der Allgäuer Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke (CSU) im
Weltladen Marktoberdorf mit Dr. Nicole Adolph, Dr. Ursula Baldus und Alex
Wayandt vom Eine-Welt-Kreis ausgetauscht. Der Besuch war Teil einer von Stracke
initiierten Tour durch mehrere Weltläden seines Wahlkreises anlässlich der
Fairen Woche.
Die Wurzeln des Marktoberdorfer Weltladens reichen mehr als drei Jahrzehnte zurück. Was einst mit vereinzelten Verkaufsstunden im kirchlichen Umfeld begann, ist heute ein fest verankerter Anlaufpunkt für fair gehandelte Lebensmittel, Kunsthandwerk und Geschenkartikel. „Das zeigt, was entstehen kann, wenn Menschen über viele Jahre aus Überzeugung dranbleiben", sagte Stracke. "Im Weltladen geht es nicht nur um das Produkt im Regal. Man erfährt, wer dahintersteht, unter welchen Bedingungen es hergestellt wurde und welchen Unterschied faire Handelsbeziehungen für die Menschen machen können."
Fairer Handel bedeute dabei ganz konkret angemessene Bezahlung, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Mitsprache. Gerade Frauen könnten profitieren, wenn sie wirtschaftlich gestärkt und ihnen eigene Einkommenschancen eröffnet würden. "Uns als wirtschaftlich starkem Industrieland darf nicht gleichgültig sein, woher unsere Rohstoffe und Waren kommen und unter welchen Bedingungen sie erzeugt werden", betonte Stracke.
Eine besondere Stärke Marktoberdorfs ist die enge Verbindung zur Bildungsarbeit. Wie das Weltladenteam im Gespräch mit dem Abgeordneten berichtete, engagieren sich bereits seit 1999 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums im Arbeitskreis Eine Welt. Seit 2010 gibt es an der Schule einen Fair-Trade-Verkaufswagen des Weltladens. 2026 wurde das Gymnasium erneut als Fairtrade School ausgezeichnet.
„Wer schon als junger Mensch erfährt, dass der eigene Konsum Folgen für andere hat, entwickelt einen anderen Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge", sagte Stracke. Gerade angesichts weltweiter Krisen sei es wichtig zu erleben, dass der Einzelne nicht völlig machtlos sei. Fairer Handel zeige, dass Verantwortung im Kleinen beginnen könne.
Auch politisch sei dieser Gedanke inzwischen aufgegriffen worden. Deutschland habe Verantwortung in internationalen Lieferketten gesetzlich verankert; inzwischen gebe es dafür auch einen europäischen Rahmen. „Das deutsche Lieferkettengesetz gilt derzeit weiter, während die Bundesregierung Berichtspflichten abbauen will, ohne den Schutz vor Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Ausbeutung abzusenken“, so Stracke.
Für ihn hat diese Verantwortung auch eine christliche Dimension. "Im Mittelpunkt steht die Würde jedes einzelnen Menschen. Wer ausgebeutet wird oder trotz harter Arbeit nicht von seinem Einkommen leben kann, darf uns nicht gleichgültig sein. Wer, wenn nicht wir als wohlhabendes Industrieland, sollte hier Verantwortung übernehmen?"
Zum Abschluss dankte Stracke dem gesamten Team für den engagierten Einsatz. "Marktoberdorf zeigt besonders eindrucksvoll, wie eine Idee vom kirchlichen Engagement über den Weltladen bis in die Schulen getragen wird. So wächst aus einer kleinen Initiative dauerhaftes Bewusstsein."
Die Wurzeln des Marktoberdorfer Weltladens reichen mehr als drei Jahrzehnte zurück. Was einst mit vereinzelten Verkaufsstunden im kirchlichen Umfeld begann, ist heute ein fest verankerter Anlaufpunkt für fair gehandelte Lebensmittel, Kunsthandwerk und Geschenkartikel. „Das zeigt, was entstehen kann, wenn Menschen über viele Jahre aus Überzeugung dranbleiben", sagte Stracke. "Im Weltladen geht es nicht nur um das Produkt im Regal. Man erfährt, wer dahintersteht, unter welchen Bedingungen es hergestellt wurde und welchen Unterschied faire Handelsbeziehungen für die Menschen machen können."
Fairer Handel bedeute dabei ganz konkret angemessene Bezahlung, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Mitsprache. Gerade Frauen könnten profitieren, wenn sie wirtschaftlich gestärkt und ihnen eigene Einkommenschancen eröffnet würden. "Uns als wirtschaftlich starkem Industrieland darf nicht gleichgültig sein, woher unsere Rohstoffe und Waren kommen und unter welchen Bedingungen sie erzeugt werden", betonte Stracke.
Eine besondere Stärke Marktoberdorfs ist die enge Verbindung zur Bildungsarbeit. Wie das Weltladenteam im Gespräch mit dem Abgeordneten berichtete, engagieren sich bereits seit 1999 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums im Arbeitskreis Eine Welt. Seit 2010 gibt es an der Schule einen Fair-Trade-Verkaufswagen des Weltladens. 2026 wurde das Gymnasium erneut als Fairtrade School ausgezeichnet.
„Wer schon als junger Mensch erfährt, dass der eigene Konsum Folgen für andere hat, entwickelt einen anderen Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge", sagte Stracke. Gerade angesichts weltweiter Krisen sei es wichtig zu erleben, dass der Einzelne nicht völlig machtlos sei. Fairer Handel zeige, dass Verantwortung im Kleinen beginnen könne.
Auch politisch sei dieser Gedanke inzwischen aufgegriffen worden. Deutschland habe Verantwortung in internationalen Lieferketten gesetzlich verankert; inzwischen gebe es dafür auch einen europäischen Rahmen. „Das deutsche Lieferkettengesetz gilt derzeit weiter, während die Bundesregierung Berichtspflichten abbauen will, ohne den Schutz vor Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Ausbeutung abzusenken“, so Stracke.
Für ihn hat diese Verantwortung auch eine christliche Dimension. "Im Mittelpunkt steht die Würde jedes einzelnen Menschen. Wer ausgebeutet wird oder trotz harter Arbeit nicht von seinem Einkommen leben kann, darf uns nicht gleichgültig sein. Wer, wenn nicht wir als wohlhabendes Industrieland, sollte hier Verantwortung übernehmen?"
Zum Abschluss dankte Stracke dem gesamten Team für den engagierten Einsatz. "Marktoberdorf zeigt besonders eindrucksvoll, wie eine Idee vom kirchlichen Engagement über den Weltladen bis in die Schulen getragen wird. So wächst aus einer kleinen Initiative dauerhaftes Bewusstsein."
