Bahn im Allgäu: Gemeinsam für mehr Verlässlichkeit auf der Schiene
Holetschek und Lange bringen Beteiligte an einen Tisch –
aktuelle Einschränkungen, bessere Abstimmung und langfristige
Ausbauperspektiven im Fokus
München, 4. September 2026. Auf Einladung des Memminger Landtagsabgeordneten und CSU-Fraktionsvorsitzenden im Bayerischen Landtag, Klaus Holetschek, und des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister für Verkehr, Ulrich Lange, haben die maßgeblichen Beteiligten über die aktuellen Probleme auf dem Streckenabschnitt zwischen Buchloe und München, ihre Auswirkungen auf die Bahnverbindungen zwischen dem Allgäu und München sowie die künftige Entwicklung der Schieneninfrastruktur im Allgäu beraten.
Auf fachlicher und betrieblicher Seite mit dabei waren Vertreter der Deutschen Bahn, der Eisenbahnverkehrsunternehmen, der Bayerischen Eisenbahngesellschaft als Bestellorganisation für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in Bayern sowie des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr.
Außerdem nahmen der Ostallgäuer Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und dort unter anderem für Verkehr zuständig, sowie der Bundestagsabgeordnete für Memmingen und das Unterallgäu, Dr. Florian Dorn, teil
Holetschek betonte: „Mich und andere Abgeordnete erreichen immer wieder Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern, die mit der derzeitigen Situation unzufrieden sind. Diesen Unmut nehme ich ernst und kann ihn nachvollziehen. Pendler und Bahnkunden brauchen Verlässlichkeit. Bau- und Sanierungsarbeiten lassen sich nicht von heute auf morgen erledigen. Aber Maßnahmen müssen besser abgestimmt, Einschränkungen frühzeitig kommuniziert und zeitliche Perspektiven klar benannt werden. Zugleich müssen wir den mittel- und langfristigen Ausbau der Schieneninfrastruktur im Allgäu im Blick behalten. Verbesserungen erreichen wir nur, wenn alle Beteiligten gemeinsam an Lösungen arbeiten.“
Lange erklärte: „Die Sanierung, Modernisierung und der Ausbau der Schieneninfrastruktur sind langfristige Aufgaben. Entscheidend ist, dass Infrastrukturbetreiber, Verkehrsunternehmen und die für den Nahverkehr zuständigen Stellen im Freistaat ihre Planungen eng verzahnen und realistische Zeitpläne transparent kommunizieren. Der Runde Tisch hat die unterschiedlichen Perspektiven zusammengebracht, einen konstruktiven Austausch ermöglicht und aufgezeigt, wo Verbesserungen möglich sind und welche Ausbauperspektiven bestehen.“
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter zu den Langsamfahrstellen im Allgäu: „Der Freistaat will für die Fahrgäste und die Regionen entlang der Strecken eine nachhaltige Stärkung der Bahnverbindungen im Allgäu. Umso bitterer ist, dass sich die Misere bei der Bahninfrastruktur im Freistaat und insbesondere auch zwischen dem Allgäu und dem Bahnknoten München verschlimmert statt verbessert. So kann es nicht weitergehen, und daher habe ich auch kürzlich vom Netzbetreiber DB InfraGO einen Masterplan eingefordert. Da muss auch für das Streckennetz im Südwesten Bayerns was kommen. Es braucht insbesondere mehr Planbarkeit und Verlässlichkeit bei Baumaßnahmen genauso wie bei den Fahrplänen.“
Im Gespräch wurden insbesondere die aktuelle Situation der Langsamfahrstellen im Allgäu und die Baumaßnahmen zwischen München und Buchloe erörtert. Seit einem Jahr ist die Zahl der Langsamfahrstellen auf 14 angestiegen, mit spürbaren Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Verbesserungen bei Abstimmung, Betrieb und Fahrgastinformation sind deshalb dringend notwendig. Neben diesen betrieblichen Ansatzpunkten wurde noch einmal deutlich, wie umfangreich derzeit im Streckennetz Allgäu in die Infrastruktur investiert wird. Seit 2024 wurden und werden mit über 400 Millionen Euro rund 50 Kilometer Gleise erneuert, 49 Weichen modernisiert, neun Bahnübergänge umgebaut sowie mehrere Brücken und Durchlässe saniert. Hinzu kommen zwei neue elektronische Stellwerke.
Die Beteiligten verständigten sich darauf, im Austausch zu bleiben und Informationen möglichst frühzeitig zu teilen. Die angesprochenen Punkte sollen auf fachlicher Ebene weiter bearbeitet werden.
Zugleich machten Holetschek und Lange deutlich, dass ein einzelner Runder Tisch die strukturellen und infrastrukturellen Probleme nicht kurzfristig lösen könne. „Wir wissen, dass sich nicht alle Probleme kurzfristig lösen lassen. Entscheidend ist, dass die besprochenen Punkte weiterverfolgt werden. Wir bleiben dran – für bessere Informationen, mehr Planbarkeit und eine verlässliche Perspektive“, erklärten Holetschek und Lange abschließend.
Zitate weiterer Beteiligter:
Dr. Imke Kellner, Vorständin Fahrweg der DB InfraGO AG:
„Die Situation im Allgäu verlangt kurzfristige Verbesserungen für die Stabilität des Verkehrs und einen langen Atem bei der Erneuerung der Infrastruktur. Wir haben des-halb die Fahrpläne angepasst und zugleich das Sanierungsprogramm deutlich hochgefahren. Unser Ziel ist klar: Langsamfahrstellen nachhaltig beseitigen, Baustellen möglichst bündeln und frühzeitig kommunizieren, um Schritt für Schritt wieder eine verlässliche, leistungsfähige Infrastruktur anbieten zu können. Das gelingt am besten, wenn Infrastruktur, Verkehrsunternehmen, Aufgabenträger, Freistaat und Bund ihre Planungen eng verzahnen.“
Arno Beugel, Geschäftsführer COO der Arverio Deutschland GmbH:
„Wir brauchen ehrliche und belastbare Aussagen, wann die ganzen Mängel beseitigt sind und die Strecke wieder in einem ordnungsgemäßen Zustand befahrbar ist.“
Bastian Knabe, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Bayern:
„Die aktuelle Situation ist nicht nur für unsere Fahrgäste unbefriedigend, sondern entspricht auch nicht unserem Anspruch, den Reisenden trotz der Einschränkungen ein verlässliches und möglichst planbares Angebot zu machen. Die angepassten Fahrpläne sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Gemeinsam setzen wir alles daran, die Situation weiter zu verbessern.“
Arnulf Schuchmann, Geschäftsführer der Bayerischen Regiobahn GmbH:
„Das Allgäu steht leider exemplarisch für viele andere Strecken. Zwischen Geltendorf und Schongau kämpft die BRB seit Jahren mit einer ähnlichen Situation. Baustellen, Infrastrukturstörungen, Langsamfahrstellen im Sommer, weil sich die Gleise verbiegen, Sperrungen im Winter, weil Weichen zufrieren. Der heutige Termin reiht sich nahtlos in eine Reihe vieler Gespräche ein. Die Argumente sind ausgetauscht, hoffen wir auf Besserung.“
Bärbel Fuchs, Geschäftsführerin der Bayerischen Eisenbahngesellschaft mbh (BEG):
„Das Schienennetz wurde über Jahrzehnte vernachlässigt, nun braucht es Jahre konsequenter Investitionen, um den Sanierungsstau abzubauen. Die Eisenbahnverkehrsunternehmen und wir löschen derzeit mit Hoch- und unter Zeitdruck die Brandherde, um die Auswirkungen für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten. DB InfraGO muss ihr Baustellenmanagement dringend verbessern – Pauschallösungen sind jetzt fehl am Platz: Stattdessen brauchen wir frühzeitig verlässliche, bedarfsgerechte und exakt auf die Region zugeschnittene Baustellenausplanungen – für maximalen Verkehr auch während der Bauzeiten. Das heißt, klarer Fokus auf Beseitigung aller Langsamfahrstellen – spätestens innerhalb der sonstigen bereits geplanten Baumaßnahmen, keine gleichzeitige Sperrung von möglichen Umleiterstrecken, aber gleichzeitige Mitsanierung von Stichstrecken, die im Bauzeitraum ohnehin nicht befahrbar sind. Zuverlässigkeit darf kein Zufallsprodukt sein. DB InfraGO muss so planen und bauen, dass die Fahrgäste, die Eisenbahnverkehrsunternehmen, die Regionen und Aufgabenträger nicht immer wieder die Hauptlast organisatorischer Defizite tragen.“
Stephan Stracke, Ostallgäuer Bundestagsabgeordneter und stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion:
„Wie es aktuell mit dem Bahnverkehr im Allgäu läuft, ist ein weiteres Paradebeispiel dafür, wie man es nicht machen sollte: Ewige Baustellen, Langsamfahrstellen und dazu eine Nicht- oder Salami-Kommunikation, die alle Beteiligten im Dunkeln tappen lässt. Da ist es kein Wunder, dass sich Ärger und Genervtheit einstellen, vor allem bei den Bahnnutzern, die das tagtäglich ausbaden müssen. Dass wir uns heute ausgetauscht haben, ist gut. Noch besser wäre es aber, wenn jetzt Taten folgen. Das ist meine klare Erwartungshaltung. Nur so kann die Deutsche Bahn Vertrauen zurückgewinnen.“ Dr. Florian Dorn, Bundestagsabgeordneter für Memmingen und das Unterallgäu: „Die Sanierung der Bahnstrecke ist notwendig - aber die Bauarbeiten dürfen nicht zum Dauerärgernis für die Fahrgäste werden. Die aktuellen Baumaßnahmen und Langsamfahrstellen sind gerade für Pendlerinnen und Pendler aus dem Allgäu eine spürbare Belastung in ihrem Alltag. Ich setze mich daher mit meinen Kollegen dafür ein, dass die Baumaßnahmen schnell zum Abschluss kommen und die Interessen der Pendlerinnen und Pendler aus der Region stärker berücksichtigt werden. Die Fahrgäste müssen sich auch während der Sanierungen darauf verlassen können, dass ihre Bahnverbindung planbar und verlässlich bleibt. Dafür braucht es auch während der Baumaßnahmen verlässliche Anschlüsse und eine frühzeitige, transparente Information der Fahrgäste.“
München, 4. September 2026. Auf Einladung des Memminger Landtagsabgeordneten und CSU-Fraktionsvorsitzenden im Bayerischen Landtag, Klaus Holetschek, und des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister für Verkehr, Ulrich Lange, haben die maßgeblichen Beteiligten über die aktuellen Probleme auf dem Streckenabschnitt zwischen Buchloe und München, ihre Auswirkungen auf die Bahnverbindungen zwischen dem Allgäu und München sowie die künftige Entwicklung der Schieneninfrastruktur im Allgäu beraten.
Auf fachlicher und betrieblicher Seite mit dabei waren Vertreter der Deutschen Bahn, der Eisenbahnverkehrsunternehmen, der Bayerischen Eisenbahngesellschaft als Bestellorganisation für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in Bayern sowie des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr.
Außerdem nahmen der Ostallgäuer Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und dort unter anderem für Verkehr zuständig, sowie der Bundestagsabgeordnete für Memmingen und das Unterallgäu, Dr. Florian Dorn, teil
Gemeinsam Lösungen und Perspektiven entwickeln
Im Mittelpunkt standen die Langsamfahrstellen und Baumaßnahmen zwischen Buchloe und München, ihre Auswirkungen auf den Zugbetrieb, der zeitweise notwendige Schienenersatzverkehr sowie die Information der Fahrgäste. Ausgehend von diesem aktuellen Anlass ging es zugleich um die mittel- und langfristige Weiterentwicklung und den Ausbau der Schieneninfrastruktur im gesamten Allgäu.Holetschek betonte: „Mich und andere Abgeordnete erreichen immer wieder Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern, die mit der derzeitigen Situation unzufrieden sind. Diesen Unmut nehme ich ernst und kann ihn nachvollziehen. Pendler und Bahnkunden brauchen Verlässlichkeit. Bau- und Sanierungsarbeiten lassen sich nicht von heute auf morgen erledigen. Aber Maßnahmen müssen besser abgestimmt, Einschränkungen frühzeitig kommuniziert und zeitliche Perspektiven klar benannt werden. Zugleich müssen wir den mittel- und langfristigen Ausbau der Schieneninfrastruktur im Allgäu im Blick behalten. Verbesserungen erreichen wir nur, wenn alle Beteiligten gemeinsam an Lösungen arbeiten.“
Lange erklärte: „Die Sanierung, Modernisierung und der Ausbau der Schieneninfrastruktur sind langfristige Aufgaben. Entscheidend ist, dass Infrastrukturbetreiber, Verkehrsunternehmen und die für den Nahverkehr zuständigen Stellen im Freistaat ihre Planungen eng verzahnen und realistische Zeitpläne transparent kommunizieren. Der Runde Tisch hat die unterschiedlichen Perspektiven zusammengebracht, einen konstruktiven Austausch ermöglicht und aufgezeigt, wo Verbesserungen möglich sind und welche Ausbauperspektiven bestehen.“
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter zu den Langsamfahrstellen im Allgäu: „Der Freistaat will für die Fahrgäste und die Regionen entlang der Strecken eine nachhaltige Stärkung der Bahnverbindungen im Allgäu. Umso bitterer ist, dass sich die Misere bei der Bahninfrastruktur im Freistaat und insbesondere auch zwischen dem Allgäu und dem Bahnknoten München verschlimmert statt verbessert. So kann es nicht weitergehen, und daher habe ich auch kürzlich vom Netzbetreiber DB InfraGO einen Masterplan eingefordert. Da muss auch für das Streckennetz im Südwesten Bayerns was kommen. Es braucht insbesondere mehr Planbarkeit und Verlässlichkeit bei Baumaßnahmen genauso wie bei den Fahrplänen.“
Im Gespräch wurden insbesondere die aktuelle Situation der Langsamfahrstellen im Allgäu und die Baumaßnahmen zwischen München und Buchloe erörtert. Seit einem Jahr ist die Zahl der Langsamfahrstellen auf 14 angestiegen, mit spürbaren Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Verbesserungen bei Abstimmung, Betrieb und Fahrgastinformation sind deshalb dringend notwendig. Neben diesen betrieblichen Ansatzpunkten wurde noch einmal deutlich, wie umfangreich derzeit im Streckennetz Allgäu in die Infrastruktur investiert wird. Seit 2024 wurden und werden mit über 400 Millionen Euro rund 50 Kilometer Gleise erneuert, 49 Weichen modernisiert, neun Bahnübergänge umgebaut sowie mehrere Brücken und Durchlässe saniert. Hinzu kommen zwei neue elektronische Stellwerke.
Die Beteiligten verständigten sich darauf, im Austausch zu bleiben und Informationen möglichst frühzeitig zu teilen. Die angesprochenen Punkte sollen auf fachlicher Ebene weiter bearbeitet werden.
Zugleich machten Holetschek und Lange deutlich, dass ein einzelner Runder Tisch die strukturellen und infrastrukturellen Probleme nicht kurzfristig lösen könne. „Wir wissen, dass sich nicht alle Probleme kurzfristig lösen lassen. Entscheidend ist, dass die besprochenen Punkte weiterverfolgt werden. Wir bleiben dran – für bessere Informationen, mehr Planbarkeit und eine verlässliche Perspektive“, erklärten Holetschek und Lange abschließend.
Zitate weiterer Beteiligter:
Dr. Imke Kellner, Vorständin Fahrweg der DB InfraGO AG:
„Die Situation im Allgäu verlangt kurzfristige Verbesserungen für die Stabilität des Verkehrs und einen langen Atem bei der Erneuerung der Infrastruktur. Wir haben des-halb die Fahrpläne angepasst und zugleich das Sanierungsprogramm deutlich hochgefahren. Unser Ziel ist klar: Langsamfahrstellen nachhaltig beseitigen, Baustellen möglichst bündeln und frühzeitig kommunizieren, um Schritt für Schritt wieder eine verlässliche, leistungsfähige Infrastruktur anbieten zu können. Das gelingt am besten, wenn Infrastruktur, Verkehrsunternehmen, Aufgabenträger, Freistaat und Bund ihre Planungen eng verzahnen.“
Arno Beugel, Geschäftsführer COO der Arverio Deutschland GmbH:
„Wir brauchen ehrliche und belastbare Aussagen, wann die ganzen Mängel beseitigt sind und die Strecke wieder in einem ordnungsgemäßen Zustand befahrbar ist.“
Bastian Knabe, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Bayern:
„Die aktuelle Situation ist nicht nur für unsere Fahrgäste unbefriedigend, sondern entspricht auch nicht unserem Anspruch, den Reisenden trotz der Einschränkungen ein verlässliches und möglichst planbares Angebot zu machen. Die angepassten Fahrpläne sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Gemeinsam setzen wir alles daran, die Situation weiter zu verbessern.“
Arnulf Schuchmann, Geschäftsführer der Bayerischen Regiobahn GmbH:
„Das Allgäu steht leider exemplarisch für viele andere Strecken. Zwischen Geltendorf und Schongau kämpft die BRB seit Jahren mit einer ähnlichen Situation. Baustellen, Infrastrukturstörungen, Langsamfahrstellen im Sommer, weil sich die Gleise verbiegen, Sperrungen im Winter, weil Weichen zufrieren. Der heutige Termin reiht sich nahtlos in eine Reihe vieler Gespräche ein. Die Argumente sind ausgetauscht, hoffen wir auf Besserung.“
Bärbel Fuchs, Geschäftsführerin der Bayerischen Eisenbahngesellschaft mbh (BEG):
„Das Schienennetz wurde über Jahrzehnte vernachlässigt, nun braucht es Jahre konsequenter Investitionen, um den Sanierungsstau abzubauen. Die Eisenbahnverkehrsunternehmen und wir löschen derzeit mit Hoch- und unter Zeitdruck die Brandherde, um die Auswirkungen für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten. DB InfraGO muss ihr Baustellenmanagement dringend verbessern – Pauschallösungen sind jetzt fehl am Platz: Stattdessen brauchen wir frühzeitig verlässliche, bedarfsgerechte und exakt auf die Region zugeschnittene Baustellenausplanungen – für maximalen Verkehr auch während der Bauzeiten. Das heißt, klarer Fokus auf Beseitigung aller Langsamfahrstellen – spätestens innerhalb der sonstigen bereits geplanten Baumaßnahmen, keine gleichzeitige Sperrung von möglichen Umleiterstrecken, aber gleichzeitige Mitsanierung von Stichstrecken, die im Bauzeitraum ohnehin nicht befahrbar sind. Zuverlässigkeit darf kein Zufallsprodukt sein. DB InfraGO muss so planen und bauen, dass die Fahrgäste, die Eisenbahnverkehrsunternehmen, die Regionen und Aufgabenträger nicht immer wieder die Hauptlast organisatorischer Defizite tragen.“
Stephan Stracke, Ostallgäuer Bundestagsabgeordneter und stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion:
„Wie es aktuell mit dem Bahnverkehr im Allgäu läuft, ist ein weiteres Paradebeispiel dafür, wie man es nicht machen sollte: Ewige Baustellen, Langsamfahrstellen und dazu eine Nicht- oder Salami-Kommunikation, die alle Beteiligten im Dunkeln tappen lässt. Da ist es kein Wunder, dass sich Ärger und Genervtheit einstellen, vor allem bei den Bahnnutzern, die das tagtäglich ausbaden müssen. Dass wir uns heute ausgetauscht haben, ist gut. Noch besser wäre es aber, wenn jetzt Taten folgen. Das ist meine klare Erwartungshaltung. Nur so kann die Deutsche Bahn Vertrauen zurückgewinnen.“ Dr. Florian Dorn, Bundestagsabgeordneter für Memmingen und das Unterallgäu: „Die Sanierung der Bahnstrecke ist notwendig - aber die Bauarbeiten dürfen nicht zum Dauerärgernis für die Fahrgäste werden. Die aktuellen Baumaßnahmen und Langsamfahrstellen sind gerade für Pendlerinnen und Pendler aus dem Allgäu eine spürbare Belastung in ihrem Alltag. Ich setze mich daher mit meinen Kollegen dafür ein, dass die Baumaßnahmen schnell zum Abschluss kommen und die Interessen der Pendlerinnen und Pendler aus der Region stärker berücksichtigt werden. Die Fahrgäste müssen sich auch während der Sanierungen darauf verlassen können, dass ihre Bahnverbindung planbar und verlässlich bleibt. Dafür braucht es auch während der Baumaßnahmen verlässliche Anschlüsse und eine frühzeitige, transparente Information der Fahrgäste.“
