PPP-Erfahrungsbericht von Christian Endres 2012

Diesen Bericht schreibe ich zu einem Zeitpunkt, indem ich bereits alles hinter mir habe. Vergessen sind alle Sorgen und Probleme, Hoffnungen und einzigartigen Momenten. Alles begann bei mir in der Berufsschule, als uns während einer Stunde das Programm „Parlamentarisches Partnerschafts Programm für junge Berufstätige“ vorgstellt wurde. Nachdem ich mich dann für ein solches Stipendium beworben habe, wurde ich doch auch tatsächlich aus den 700 Bewerbern dazu ausgewählt, Deutschland für ein Jahr in den USA zu vertreten. Nach einer optimalen Vorbereitung durch Seminare (in denen wir u.a. auf bevorstehende Probleme vorbereitet wurden, usw. ...), ging der Flieger am 07. August 2012 in Richtung New York City. Auch dort wurden wir nochmals in einem Schnellseminar auf organisatorische Hürden vorbereitet. Anschließend reiste ich weiter zu meiner Gastfamilie, welche in Appleton, Wisconsin lebte. Als ich dort ankam, wurde ich schnell in das Familienleben integriert. Ich lebte dort mit meinen Gasteltern Gary und Lisa, deren Hund Sophie und zwei weitern Gaststudenten aus El Salvador und Guatemala unter einem Dach. Da ich in Deutschland kurz vor meiner Ausreise meine Lehre als Bogenoffsetdrucker erfolgreich beendet habe, war es mir möglich, am Fox Valley Technical College in Appleton Kurse in Englisch und Drucktechnik zu belegen. Im Grunde alles Wiederholung aus der Berufsschule in Deutschland aber dennoch war dies nicht schlecht, um so langsam aber sicher in die englische Sprache hineinzufinden. Insgesamt war die Zeit am College sehr locker und hilfreich, um die ersten Schritte in die amerikanische Kultur zu machen. Als ich im Dezember das Semester am College abschloss, war ich bereits bestens integriert. Dies lag u.a. daran, dass ich sehr gut durch meine Lehrer am College unterstützt wurde, aber auch dadurch, dass ich mir durch Eigeninitiative und Engagement einen geregelten Tagesablauf aufbaute. So leistete ich regelmäßig gemeinnützige Arbeit und trainierte 1-2 mal in der Woche im Fox Valley Grappling Club. Dies war der ortsansäßige Kampfsportverein, in dem ich versuchte, mich einigermaßen fit zu halten, da ich in Deutschland aktiv im Verein boxe. Ab Dezember ging dann der Teil des Programmjahres los, auf den ich mich bereits seit meiner Ankunft in den USA freute. Ab diesem Zeitpunkt war ich im Besitz einer offiziellen gültigen Arbeitserlaubnis! Ich habe mich bereits während meiner Collegezeit bei mehreren Druckereien in der Gegend beworben, da ich unbedingt in meinem Beruf arbeiten wollte. Da deutsche Facharbeiter bzw. das deutsche Ausbildungssystem in den USA ein sehr gutes Image besitzen, hatte ich keinerlei Probleme, bei der angesprochenen Jobsuche. So arbeitete ich bis Ende Juni in der Nachtschicht in der Druckerei Independent Printing in De Pere (Vorort von Green Bay). Im Nachhinein kann ich behaupten, dass die Zeit, in der ich berufstätigt war, meine schönste Zeit in den USA war. Ich hatte bei der Arbeit sehr viel Spaß, da ich in einem super Team arbeiten durfte. Die Arbeitskollegen waren mehr als nur Kollegen, sie waren mehr Freunde und Kumpels. Um so schwieriger fiel dann der Abschied. Dieser stand Ende Juni 2013 an. Auch mein Arbeitgeber war wohl relativ zufrieden mit meiner Arbeitsweise, so wurde mir kurz vor meiner Heimreise auch noch ein Festvertrag angeboten, was mir natürlich sehr schmeichelte und mich auch ein wenig stolz machte, jedoch war ich am Ende meines Austauschjahres an dem Punkt angekommen, dass ich nur noch nach Hause wollte. Nach einer kurzen Verabschiedung mit den Arbeitskollgegen, mit der Gastfamilie und mit den neu geknüpften Freunden ging es dann auch schon wieder mit dem Flieger in Richtung Washington D.C., wo wir nochmals ein kleines Abschlussseminar hatten. Nach einigen Tagen dort, ging es schließlich am 29. Juli 2013 mit dem Flugzeug von Washington nach Frankfurt am Main. In Deutschland wurde ich dann von meiner Familie und meinen Freunden überglücklich erwartet. Meine Rückkehr liegt ca. 2 Monate zurück und ich kann nun mit ein wenig Stolz behaupten, dass ich ein Jahr in einem fremden Land durchgezogen habe. Ein Jahr voller Höhen und Tiefen, Freuden und Trauer. Ehrlich gesagt, bin ich froh, dass ich wieder im schönen Allgäu bin, da ich meine Heimat zu sehr liebe und sie auch während meines Jahres oft genug vermisst habe. Ich denke, mein Jahr in den USA hat mir vorallem geholfen, mich beruflich und charakterlich weiterzuentwickeln.

Aber alles in allem bin ich nun überglücklich wieder im schönen Allgäu bei meiner Familie und meinen Freunden zu sein.

Dieses Bild zeigt mich mit meinen Arbeitskollegen und Freunden Chris, Luke und Craig (von links nach rechts). Die Arbeit mit diesen Jungs war einfach einzigartig!

Dieses Bild zeigt mich mit meinen Arbeitskollegen und Freunden Chris, Luke und Craig (von links nach rechts). Die Arbeit mit diesen Jungs war einfach einzigartig!

Dieses Bild zeigt mich mit meinen zwei Gastbrüdern Noe (unten  in der Mitte) und Jimmy (unten rechts) sowie mit unseren Freunden Gustavo, Jairo und Aquelino (hinten von links nach rechts).

Dieses Bild zeigt mich mit meinen zwei Gastbrüdern Noe (unten in der Mitte) und Jimmy (unten rechts) sowie mit unseren Freunden Gustavo, Jairo und Aquelino (hinten von links nach rechts).

Das Bild zeigt mich im Fox Valley Grappling einer für Boxen/Muay Thai Trainingsgruppe mit.

Das Bild zeigt mich im Fox Valley Grappling einer für Boxen/Muay Thai Trainingsgruppe mit.