19.11.2020

Perspektive für Waldbesitzer in schweren Zeiten

Berlin/Ostallgäu. „Ab dem 20. November können private und kommunale Waldbesitzer eine Prämie von 100 Euro pro Hektar Waldfläche beantragen“, teilt der Allgäuer Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke (CSU) mit. Dann nämlich geht das 500 Millionen Euro schwere Hilfspaket des Bundes für die Forstwirtschaft an den Start. „Damit geben wir unseren Waldbauern eine Perspektive in schweren Zeiten“, so der Abgeordnete.

„Nach langen und zähen Verhandlungen insbesondere mit dem Bundesumweltministerium ist die Richtlinie für die Auszahlung der Waldprämie nun endlich in trockenen Tüchern“, zeigt sich Stracke erfreut über den Programmstart am morgigen Freitag.

Die Prämie kann online unter www.bundeswaldpraemie.de beantragt werden. Anträge können bis zum 30. Oktober 2021 gestellt werden. Das Verfahren läuft über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe.

„Die Nachhaltigkeitsprämie beträgt 100 Euro pro Hektar und richtet sich an private und kommunale Waldbesitzer, die mindestens einen Hektar Waldfläche besitzen“, führt Stracke aus. Voraussetzung für den Erhalt der Prämie ist eine Nachhaltigkeits-Zertifizierung der Waldfläche nach den Programmen PEFC oder FSC.

„Wir haben im Deutschen Bundestag bereits am 5. November die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, damit die 500 Millionen Euro umfassenden Waldhilfen aus dem Corona-Konjunkturprogramm möglichst schnell und unbürokratisch ausgezahlt werden können. Unser Wald leidet seit Jahren unter massiven Stressfaktoren wie Stürme, Dürre oder Befall durch den Borkenkäfer. Die Waldprämie bietet unseren Waldbauern die dringend benötigte finanzielle Unterstützung für den notwendigen Umbau zu einem klimastabilen Wald“, so der Abgeordnete abschließend.

Daten und Fakten zur Waldprämie:

* Die Große Koalition legt mit der Waldprämie ein Hilfspaket auf, das der Forstwirtschaft in der Krise gemeinsam mit den bestehenden Hilfen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesse­rung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) Unterstützung gibt.

* 500 Millionen Euro werden in dieses Paket investiert.

* Das Programm geht am 20. November 2020 an den Start.

* Es richtet sich an private und kommunale Forstbetriebe.

* Sie können eine Prämie von 100 Euro pro Hektar Waldfläche beantragen.

* Die Bagatellgrenze liegt bei einem Hektar. Sie ist bewusst gering gehalten, um eine Vielzahl der Waldeigentümer zu erreichen.

* Waldeigentümer können einen Antrag unter www.bundeswaldpraemie.de bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) stellen.

* Die Waldprämie ist Teil des Corona-Konjunkturpaktes "Wald & Holz" in Höhe von insgesamt 700 Millionen Euro. Die restlichen 200 Millionen Euro sind vorgesehen für Investitionen in die moderne Forst- und Holzwirtschaft und um das Bauen mit Holz zu fördern.

Der Befall mit dem Borkenkäfer ist nur einer von zahlreichen Stressfaktoren, denen der Wald ausgesetzt ist. Foto: Archiv

Der Befall mit dem Borkenkäfer ist nur einer von zahlreichen Stressfaktoren, denen der Wald ausgesetzt ist. Foto: Archiv